Tag Archiv für IG WfW

Bericht von HFBA Sitzung Nov2013

Seit Dienstag Abend ist es nun Fakt: Am kommenden Mittwoch wird in der Stadtverordnetenversammlung über die Ländcheshalle abgestimmt werden. Und zwar nicht über die von allen Wallauern erwartete 4-Feld Halle, sondern über die Basislösung! Ja, Wallau soll die Basislösung bekommen! Zumindest ist das die Beschlussvorlage für die anstehende STVV.
Presse
Unser Bericht

Bezugnehmend auf die HFBA Sonderziehung und der dort dem Magistrat in Auftrag gegebenen „Pro Kopf“ Aufstellung (wir berichteten) ergriff nach kurzer Einführung durch Frau Stang zunächst der Ex-Wallauer Bodo Tadewald das Wort.

Tadewald FWG

Bodo Tadewald FWG

Er wunderte sich, warum die von der Bausubstanz einzig vergleichbare Halle, nämlich die aus Langenhain, nicht in der Aufstellung auftauche. Andere Hallen die in vergleichbaren Zeiträumen gebaut wurden, seien enthalten, nur eben die große 3-Feld Halle aus Langenhain nicht. Er bat, die Aufstellung um die Beteiligung der TGS Langenhain zu erweitern. Frau Stang erwiederte, das es sich bei der Aufstellung nur um Hallen im Vereinsbesitz handele, und die Halle in Langenhain gehöre der Stadt und tauche deshalb nicht auf. Hier liegen der IG andere Informationen vor. Wir haben Zugriff auf den damals geschlossenen Vertrag zwischen TGS Langenhain und der Stadt Hofheim, aus dem klar hervorgeht, das der Verein und NICHT die Stadt Eigentümer ist. Das kann man als Bürgermeisterin natürlich schon mal verwechseln, da die Stadt die Investionskosten der Halle, die Investitionskosten der angegliederten Gaststätte, sowie der darüberliegender Wohnung komplett getragen hat. Auch trägt die Stadt sämtliche Unterhaltskosten, obwohl die TSG Langenhain Eigentümer ist, quasi ein Rundum-Sorglos-Paket. Da soviele Kosten bei der Stadt auflaufen kann man als Bürgermeisterin und Kämmererin natürlich glauben Eigentümer zu sein, dem ist aber nicht so. Demnach sollte diese Halle auch in der pro Kopf Aufstellung enthalten sein sollte.

Dann führte Herr Tadewald an, das es sich auch bei der aktuell in Bau befindlichen Brühlwiesen Halle 2 um keine Halle der Stadt handele, die Stadt sich aber auch hier mit 49% der insg. 5,6 Mio Euro Baukosten beteilige, nur um dem TV Hofheim zu ermöglichen, diese Halle nach Schulschluss mitzunutzen.
Zudem sei seiner Meinung nach das Beteiligungsangebot des TVW von ca. einer halben Millionen auch im Vergleich zu den anderen Vereinsbeteiligungen pro Mitglied gar nicht schlecht, man liege damit eigentlich im Soll.
Werner Steinmann FDP

Werner Steinmann FDP

Anschliessend führte Herr Werner Steinmann (FPD) an, wieviel Stunden ehrenamtlicher Eigenleistung die Mitglieder sowie der Vorstand des TV Hofheim bei der Sanierung der „alten“ vereinseigenen Halle bereist erbracht hat. Knapp 4.000 Stunden seien bereist zusammen gekommne, plus ca. 1.500 vom Vorstand. Dies wünscht er sich auch seitens des TV Wallau. Aber soll man sich denn einbringen, wenn es noch garnichts zu tun gibt??? Wir die IG sind uns ziemlich sicher, das wir solche Zahlen auch erreichen können, wenn wieder alle Wallauer mobilisiert werden und es dann tatsächlich mal losgegangen ist.

Frau Stang betonte das auch damals der TV Hofheim ursprünglich eine große neue Halle bauen wollte, sich dann aber besann und die alte eigene Halle „revitalisierte“. Das dürfte in Wallau wohl nicht in Frage kommen, denn weiterhin betonte sie, dass die Stadt selbst bei der Basislösung ja einen großen Betrag in Wallau einbringen wird und dabei die Erlöse aus dem LH-Grundstück benötigt, um diesen zu refinanzieren. Wörtlich sagte Sie, dass die Erlöse aus dem Grundstück jetzt „einfach mal so vereinnahmt worden“ sind, und das es sehr fraglich ist, ob tatsächlich die angesetzten 2,7 Mio Euro erzielt werden können.
Dann ging Frau Stang auf das Angebot des TVW ein, welches ja nur noch 469.000 Euro betrüge. Damit sei es ja weniger geworden als die damals vereinbarte Beteiligung der Kunstrasenoffensive, wo der TV die Hälfte der insg. 1,2 Mio Euro tragen wollte (darin auch der Anteil für die Tartanbahn). Sie wunderte sich, warum man jetzt seitens des TVW auf einmal weniger anbieten würde. Was Sie dabei aber ausser Acht ließ ist die Tatsache, dass es sich bei dieser Zahl um die Netto-Beteiligung des TVW handelte. Im Gegensatz dazu würde von den damals angebotenen 600.000 Euro aber noch die Fördergelder von Kreis und Land abgehen, so das das neue Angebot des TVW doch deutlich höher ist als das ursprüngliche. Die IG fragt sich zu dem, welche Belastung man denn einem gemeinnützigen Verein überhaupt aufbürden darf, sind 1/2 Million denn nicht genug?
Volker Stingl TVW

Volker Stingl TVW

Dann wurde Herr Stingl zu Wort gebeten. Eigentlich ungewöhnlich, dürfen sich doch Gäste nicht an den Diskussionen beteilgen. Auch er stellte klar, das das Angebot des TV von 500.00 Euro in wirklich aber eher bei 900.000  Euro liegt, berücksichtigt man den Punkt, das man das Geld ja nicht „umsonst“ bekomme und dafür schließlich Zinsen zahlen müsse. Herr Stingl erklärte. Im übrigen dürfe man durch die Zusammnelegung der beiden Bauvorhaben Sportplatz und Halle auch nur mir einer Förderung von Land und Kreis rechnen, anstatt mit 2 Förderungen, für jedes Projekt eine.

Dann schlug er vor zu prüfen, wir groß denn die Lücke ist, berücksichtigt man die Beteiligung Stadt und Kreis sowie sämtliche Förderungen. Erst dann könne der TV sich die Frage stellen, ob er diese Delta schliessen kann oder eben nicht. Zudem bemängelte er, und dem können wir nur in aller Deutlichkeit zustimmen, das es, nachdem nun der TVW ein Angebot abgegeben hat und die Stadt ja 3 Mio € Beteiligung forderte, es keinerlei Verhandlungen mehr gab. Wie kann das sein, warum tagt die Lenkungsgruppe Recht & Finanzen (bestehende aus Vertretern des TV sowie Stadt) nicht mehr? Die letzte Sitzung liegt schon über ein halbes Jahr zurück! Wie kann dieser Punkt unverhandelt sein, aber jetzt wird über die Basislösung abgestimmt? Das passt doch hinten und vorne nicht zusammen. Herr Tadewald fasste daraufhin zusammen, das es erst weiterer Gespräche bedarf und somit eine Erstellung der Beschlussfassung in dieser Sitzung unmöglich sei. Er beantragte zu vertagen.
Michael Henninger CDU

Michael Henninger CDU

Dann ergriff der CDU Fraktionsvorsitzenden Michael Henninger, dem das alles deutlich zu langwierig ist, und verteilte zum Erstaunen aller unter den Anwesenden einen Antrag, der schon mit SPD und CDU abgestimmt sei. Vor allem sei es seiner Meinung nach wichtig jetzt schnell etwas zu beschliessen, damit man noch die Möglichkeit habe, in den laufenden Haushaltdebatten 2014 der Stadt aber auch des Kreises, die entsprechenden Mittel einzustellen. Der Antrag enthielt folgende 6 Punkte und wird wohl in dieser Form auf der STVV kommenden Mittwoch den 13.11. zum Beschluss frei gegeben:

  1. Planungen für eine 3-Feld Halle auf dem Gelände der Schule werden unverzüglich aufgenommen
  2. Einleiten der Architektenvergabe
  3. Die Planung soll die Option beinhalten, später einen Mehrzweckraum oder ein 4. Feld anzubauen
  4. Die durch Punkt 3 enstehenden Mehrkosten sind zu beziffern
  5. Abschliessen der notwendigen Vereinbarungen mit dem Kreis
  6. Die Gespräche mit dem TVW über Optionen einer Lösung über die 3-Feldhalle hinaus sollen fortgesetzt werden
Daniel Philipp Grüne

Daniel Philipp Grüne

Daniel Philipp von den Grünen begrüsste diesen Antrag, damit man endlich voran komme. Auch die IG begrüßt die mögliche Einstellung von Mitteln in den Haushalt 2014, aber muss es denn für die Basislösung sein? Zudem wissen wir ja bereits seitens des Kreises, das dieser keinerlei Mittel für die LH in den Haushalt 2014 eingestellt hat. Fraglich ob er das noch kurz vor Toreschluss tun wird. Zudem forderte er noch nach dem Bespiel des TV Hofheim eine generelle Beteiligung der Vereine in Höhe von 10 % der Bausumme, siehe dazu unseren Kommentar auf der Startseite.

Indes glauben selbst wir nicht das sich bereits 2014 auch nur irgendein Stein gelegt wird oder gar ein Bagger rollt, auch wenn wir es uns sehr wünschen würden. Warum jetzt auf einmal diese Eile? Zussenfassend stellte Herr Tadewald fest, dass sich dieser Antrag so lese, als ob „jetzt erstmal eine 3-Feldhalle gebaut wird, was später kommt wird man dann sehen“.

Erschreckend wie wenig sich also an der Situation seit letztem Jahr Dezember geändert hat, bedeutet das doch nichts anderes wie damals: Die Stadt baut die Basislösung – will der TVW Wallau mehr, muss er zusehen wie er es finanziert!
Und das, liebe Stadt, lassen wir so nicht auf uns sitzen!!!!!

Mario Kleber scheidet aus

Anbei die Stellungnahme und Bewegründe von Mario Kleber bzgl. seines Ausscheidesn aus der IG:

Ausscheiden aus dem Kernteam der IG

Zum 18.08.2013 bin ich auf eigenen Wunsch aus dem Kernteam der IG WfW ausgeschieden.

Ich habe in meiner Zeit bei der IG viel über Demokratie und Bürgerbeteiligung gelernt. Ich habe gesehen wie sich Bürger gemeinsam und in riesiger Anzahl für ihr gemeinsames Ziel einsetzen.

Ich habe auch erlebt, dass Politiker durchaus gesprächsbereit sind, wenn Bürger sich auflehnen. Leider musste ich auch feststellen, dass die Gesprächsbereitschaft von vielen Politikern nach einer Wahl erheblich nachlässt.

Im Laufe dieser Zeit habe ich für mich die Erkenntnis gewonnen, dass die Ländcheshallenthematik nur ein Symptom der Probleme zwischen Wallau und Hofheim ist, aber nicht das eigentliche Problem.

Ich habe für mich entschieden, dass ich meine Energie lieber in die Behebung des Problems, statt in die Beseitigung von Symptomen legen möchte. Das eigentliche Problem ist, dass durch die Eingemeindung Wallaus nach Hofheim zusammengefügt wurde, was nicht zusammengehört und auch nie zusammen sein wollte.

Um dieses Problem anzugehen habe ich entschieden, mich für Wallau politisch zu engagieren. Um eventuellen Interessenskonflikten aus dem Weg zu gehen, die sich bei gleichzeitiger Zugehörigkeit zur IG WfW und einer politischen Vereinigung tatsächlich ergeben könnten oder von Aussenstehenden konstruiert werden könnten, habe ich mich entschlossen aus dem IG Kernteam auszuscheiden.

An meiner Unterstützung und inhaltlichen Zugehörigkeit zu den generellen Zielen der IG WfW ändert sich dadurch nichts. Warum auch? Ich bin Wallauer und ich bin für Wallau.

Mario Kleber

 

Unterschriften erfolgreich übergeben 2.3.2013

fb2Auch die 2. Demo war wieder ein voller Erfolg: Über 500 Demonstranten schlängelten sich durch Wallau bis hin zur Ländcheshalle, wo die 3.212 gesammelten Unterschriften an den Empfänger der Petition, Frau Bürgermeisterin Stang übergeben wurden!

videotextWir waren ja anfangs etwas skeptisch, wie unsere, und damit Wallau’s erste richtige Demo, also ein Marsch von einem zu einem anderen Punkt, wohl verlaufen würde. Auch hatten wir die Befürchtung, das der Lauf eventuell ganz ruhig vonstatten geht und es vielleicht eher einer Art „Trauermarsch“ als einer hitzigen und emotionalen Demo gleichen wird.

Doch wir wurden Dank euch eines besseren belehrt –
          Die Demo war ein voller Erfolg!
Lautstark und grandios musikalisch begleitet von Wallauer Musikern aus den Reihen der Ländchesmusikanten und der Taunusmusikanten wurde der Demozug zu einem echten Spektakel. Die vielen Schilder und Plakate, die nimmermüden Gesänge unterstützt durch Trompeten, Rasseln und sonstiger Lärminstrumenten – All‘ das zeigt und bestätigt uns, das wir mit unseren Maßnahmen und Aktionen auf dem richtigen Weg sind. Wallau zeigt Einigkeit, steht als Einheit hinter dem Ziel, sich für den „Erhalt bzw. Ausbau der Raumkapazitäten für Sport UND Kultur in Wallau“ einzusetzen. Und das macht uns unheimlich stolz und wir sagen allen DANKE dafür!!!

Frau Gisela Stang

Auch bedanken möchten wir uns hier nochmals bei allen politischen Vertretern Wallaus und Hofheims für ihr Erscheinen, vor allem bei Frau Stang für ihre Bereitschaft, die Übergabe in der „Höhle des Löwen“ durchzuführen.

Wer möchte, kann sich hier nochmal unsere Demo-Rede ansehen. Darin gehen wir auch kurz darauf ein, wie es nun demnächst weiter geht… Das ist in erster Linie davon abhängig, wie es in den Gesprächen und Verhandlungen zwischen der Stadt und dem TV Wallau voran geht. Wir werden wie gewohnt aber alle Aktivitäten auf unserer Seite veröffentlichen.

Auch stellen wir natürlich auf der Seite Infomaterial wieder alle Presseartikel zur Verfügung, hier schon mal die ersten Artikel und der kurze Bericht im Nachrichtenblock der heutigen Hessenschau:

Neben unseren eigenen, hier veröffentlichten Bildern, die uns hoffentlich wieder zahlreich an info@wallauer-fuer-wallau.de zugemailt werden, gibt es auf Rudynet bereits schöne Aufnahmen zu bewundern.

Offener Brief der IG an STVV 13.2.2013

In einem offenen Brief an alle Hofheimer Stadtverordneten STV haben wir noch einmal ausdrücklich unsere Position und unsere Sicht der Dinge klargestellt. Dies war aus unserer Sicht zwingend notwendig, da es gerade wieder bei der letzten Stadtverordnetenversammlung STVV augenscheinlich wurde, das offensichtlich doch nicht alle STV zum Thema „Ländcheshalle“ gut und ausreichend informiert sind. Wir sind der Meinung, jeder STV sollte genau wissen für was er in diesem Fall die Hand hebt – und zu welchem Zeitpunkt!

Dies haben ja die insg. 7 Fragen der Grünen bei der letzten STVV nochmal unterstrichen: selbst innerhalb der größten Hofheimer Fraktion sind noch viele Punkte offen!

Einige davon, wollten wir mit dem offenen Brief zumindest aus unserer Sicht klären. Uns ist durchaus bewusst, das wir uns mit den Beispielen und Kalkulationen am Ende des Briefes im spekulativen Bereich befinden. Jedoch kann man bei einiger Überlegung fest stellen, das die Zahlen zumindest die Richtung der Dimensionen aufzeigt, die am Ende wohl Fakt sein werden.

Hier geht’s zum kompletten Anschreiben:  Anschreiben_StVV_20130212

Einige Presseartikel sind bereits veröffentlicht:

Jetzt noch unsere zugehörige Pressemitteilung, der wir auch den kompletten offenen Brief mit angehängt hatten:

Offener Brief an die Hofheimer STVV – Die IG WfW stellt ihre Position dar

Nachdem auf der Hofheimer Stadtverordnetenversammlung am 6. Februar eine hitzige Debatte zum Thema Ländcheshalle entbrannt ist und viele Fragen zum Thema Finanzen offen geblieben sind hat die IG Wallauer für Wallau sich mit einem offenen Brief an die Hofheimer Stadtverordneten gewandt. Darin erläutert die IG ihre Sicht der Dinge zum Thema Hallenkapazität. Neben der Zusammenfassung ihrer Position befasst die IG sich in ihrem Schreiben schwerpunktmäßig mit dem Thema Hallenfinanzierung.

In der Stadtverordnetenversammlung am 6. Februar hat Frau Bürgermeisterin Stang darauf hingewiesen, dass der TV Wallau sich wie alle anderen Hofheimer Vereine finanziell an der Finanzierung von Sportstätten beteiligen müsse. Dabei wurden auch Vergleiche zur Kunstrasenoffensive in anderen Stadtteilen gezogen. Allerdings wurde hier der Eindruck erweckt als ob sich der TV Wallau bislang nicht an Investitionen in die Sportanlagen in Wallau finanziell beteiligen würde. Diesen Sachverhalt stellt die IG klar und bring die Fakten auf den Tisch. Für den Kunstrasenplatz in Wallau hat der TV Wallau bereits vor einiger Zeit eine feste Zusage gegeben knapp 600.000 € an Finanzierungskosten zu übernehmen.

Hierbei plant der TV Wallau die Hälfte der Summe über Fördermittel zu generieren und die andere Hälfte selbst zu tragen. Bei dem geplanten Hallenneubau soll sich der TV Wallau nun erneut beteiligen. Zahlen wurden bislang von keiner der Parteien genannt, aber das tut die IG in ihrem Schreiben an die Stadtverordneten mit Hilfe einer Modellrechnung, die zeigt wie sich die Belastungen über die beteiligten Parteien verteilen werden. So wird vorgerechnet, dass die Stadt für einen Basislösung kein Geld in die Hand nehmen muss.

Bei angenommenen Gesamtkosten von 4 Mio. EUR verbleiben nach Abzug des Erlöses für den Grundstückverkauf der Ländcheshalle und nach Abzug der Beteiligung des Kreises gerade mal 330.000 EUR an Investitionen. Diese wiederum können dann von der zu erwartenden Grunderwerbssteuer bezahlt werden.

Diese „Kosten“ der Stadt Hofheim sind fix auch bei einer erweiterten Lösung, da sämtliche Erweiterungen komplett vom TV Wallau durch Eigenleistung und Fördergelder zu tragen sind. So käme bei angenommenen Gesamtkosten von 6,5 Mio. EUR für eine Lösung, die die Hallenkapazität erhält, und angenommenen Kosten von 4. Mio. EUR für die Basislösung Kosten von 2,5 Mio. EUR auf den TV Wallau zu. Davon werden im besten Fall 850.000 EUR über Fördergelder zu erzielen wären, d.h. eine Belastung von 1,65 Mio. EUR über die Fördergelder hinaus wäre vom TV Wallau zu erbringen!!!

Wie gesagt, die Stadt kommt bei dieser Finanzierung ohne echte Investition aus. Der TV Wallau dagegen muss neben den knapp 600.000 EUR für den Sportplatz noch 2,5 Mio. EUR für die Halle aufbringen. Das addiert ich auf mehr als 3 Mio. EUR. Zur Erinnerung, in Wallau soll kein Schloss Neuschwanstein errichtet werden, sondern lediglich die heutige Kapazität erhalten werden. Dass sich da in Wallau Widerstand regt dürfte nun wirklich keinen mehr verwundern. Die viel beschworene Gerechtigkeit innerhalb Hofheims bedeutet aus Wallauer Sicht also eine weitere Nullinvestition in Wallau bei gleichzeitiger Steuerverschwendung in anderen Bereichen, siehe beispielsweise Hotel Rosenberg und Zuschüsse Parken.

Beschreibung der aktuellen Situation – 01.01.2013

Zum Jahresbeginn wünschen wir zuerst mal ein frohes neues Jahr, mögen unsere Ziele in Erfüllung gehen. Zudem wollen wir an dieser Stelle einen kurzen Überblick über die aktuelle Situation bringen, der die verschiedenen Positionen und die weiteren Planungen und Aktivitäten zeigt.

Position Stadt Hofheim zur Hallensituation

Die detaillierte Darstellung der Position der Stadt kann unter folgendem Link abgerufen werden:
http://www.sitzungsdienst-hofheim.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=871&options=4
Zu dieser Darstellung ist anzumerken, dass Punkt 4 der Beschlussvorlage im Vorlaut verändert wurde von
“4. Sollte es zu dieser gemeinsamen Lösung nicht kommen, wird das dargestellte Basisprogramm realisiert.”
zu
“4. Nach der Sommerpause ist die StVV in einer Vorlage über das Ergebnis der Beratungen mit dem TV Wallau zwecks abschließender Entscheidung zu unterrichten.”

Zusammenfassung Position der Stadt

Es gibt nur zwei mögliche Variante:

  1. Basislösung ohne TV Wallau
  2. Basislösung plus Erweiterungen, die der TV Wallau zu tragen hat.

Beide Varianten werden auf dem Gelände der Taunusblickschule realisiert.

Was ist die Basislösung?

  • Bau einer 3-Feld-Sporthalle mit einer Zuschauertribüne und einer Kapazität für max. 600 Personen einschließlich der notwendigen Geräte- und Umkleideräume
  • Integration des Schulsports in die Halle (Voraussetzung für die Beteiligung des Kreises)
  • Neubau auf dem Gelände der Taunusblickschule
  • Abschluss eines Erbbaurechtsvertrages mit dem Main-Taunus-Kreis

Was bedeutet die Basislösung?

  • Neubau einer Halle auf dem Gelände der Taunusblickschule (die nötige Änderung des Bebauungsplans auf dem Gelände der Taunusblickschule wurde von der Stadt Hofheim bereits vorgenommen)
  • Kosten hierfür trägt die Stadt
  • Stadt ist Eigentümer und Bauherr
  • Es werden Nutzungsgebühren für die Nutzung der Halle anfallen
  • Abriss Ländcheshalle
  • Abriss Schulturnhalle

Was ist die Basislösung plus Erweiterung?

  • Die tatsächlichen Erweiterungen sind in den Gesprächen des TV Wallau mit der Stadt im Detail zu definieren (Gespräche laufen ab Januar 2013)
  • Als Erweiterung zählen auch folgende Dinge, die den derzeitigen Stand (Status Quo) erhalten würden
    • Sporthalle (+1 Feld / als Ersatz für die Schulturnhalle, die abgerissen wird)
    • Räumlichkeiten Gaststätte Ländcheshalle
    • Gymnastikraum Ländcheshalle
    • Räumlichkeiten Geschäftsstelle TV Wallau
  • Dringend benötigte zusätzliche Geräte-, und Abstellräume zählen ebenso zu Erweiterungen
  • Alle über die Basislösung hinausgehende Erweiterungen muss der TV Wallau tragen
  • Der TVW soll/muss Eigentümer und Bauherr werden um Zuschüsse zu erhalten
  • Der TVW müsste eventuell auch Nutzungsgebühren von anderen Vereinen / Nutzern erheben, um sich zu refinanzieren

Termine

  • Bereits im Januar 2013 treffen sich Vertreter des TV Wallau mit der Stadt Hofheim
  • Die Verhandlungen zwischen TVW und Stadt Hofheim müssen bis August 2013 abgeschlossen sein (Vorgabe der Stadt Hofheim)

Auswirkungen der Hallenentscheidungen auf andere Dinge

  • Das Fussballerheim ist davon nicht betroffen und kann stehen bleiben
  • Die Termin für die Erneuerung des Fußballplatzes kann frühestens nach Entscheidung über den genauen Hallenstandort terminiert werden, d.h. frühestens im September 2013
  • Die Erneuerung des Fußballplatzes könnte sich verzögern bis nach Abschluss der Arbeiten für die neue Halle

Anmerkungen

  • 3-Feld-Halle entspricht der Größe der heutigen Ländcheshalle (bezogen auf das Spielfeld)

Position der Interessengemeinschaft Wallauer für Wallau

  • Der Magistrat der Stadt Hofheim hat eine Basislösung definiert, welches laut Magistrat in Anlehnung an die Bedarfe des Stadtteils, unter Berücksichtigung der Vergleichbarkeit mit anderen Stadtteilen und der dortigen Beteiligung von Vereinen an Sportanlagen erarbeitet wurde. Diese Basislösung betrachtet der Magistrat als ausreichend für Wallau.
    Die IG Wallauer für Wallau sagt, dass diese Basislösung bei weitem nicht dem Bedarf von Wallau entspricht und dass diese Basislösung willkürlich definiert wurde.
  • Vielmehr sagen wir, dass das derzeitige Raumangebot, eine “Ländcheshalle” und eine “Schulturnhalle”, voll ausgelastet ist und sogar darüber hinaus noch Bedarf für weitere Räumlichkeiten besteht.
  • Wir fordern, dass mindestens die derzeitige Hallen- und Raumkapazität von der Stadt Hofheim erhalten wird.
  • Wir sehen die Stadt Hofheim hier finanziell zu aller erst in der Pflicht stehen und zwar über die Basislösung hinaus. Der Erhalt der jetzigen Kapazität muss das Minimum sein.
  • Investitionen für die Allgemeinheit müssen über Steuergelder bezahlt werden. Davon zahlt Wallau mehr als genug. Für Investitionen in Hofheim ist immer Geld da.
  • Wir legen uns nicht auf eine Lösung fest, d.h. anders als die Stadt könnten wir uns auch eine Renovierung oder andere alternative Lösungen vorstellen, wenn diese die Möglichkeit bilden die Kapazität zu erhalten.
  • Abgesehen davon, dass wir nicht einsehen warum der TV Wallau sich überhaupt finanziell beteiligen soll, glauben wir nicht, dass der TV Wallau die notwendigen Investitionen zum Erhalt der Hallen- und Raumkapazitäten stemmen könnte
  • Die Stadt Hofheim legt keine Zahlen vor, aber laut unserer Kalkulation müsste der TVW nach Abzug von Fördergeldern mindestens 1 Millionen Euro (eher aber 1,5 Millionen Euro oder mehr) finanzieren.
  • Laut unserer Kalkulation wird die Stadt Hofheim bei der Basislösung ohne eigenen Investitionen auskommen, da der Verkauf des Geländes der heutigen Ländcheshalle und die Beteiligung des Kreises an der neuen Halle die Investitionen für die Basislösung abdecken werden.
  • Wallau hat zwischen 2003 und 2012 mehr als 70 Millionen Euro Gewerbesteuer bezahlt (etwa 48% des Gesamtaufkommens von Hofheim), aber im gleichen Zeitraum nur Investitionen von 0,7 Millionen Euro erhalten. In diesem Zeitraum wurden in Hofheim in die 7 Stadtteile (Kernstadt, Marxheim, Langenhain, Lorsbach, Wildsachen, Diedenbergen, Wallau) insgesamt 27 Millionen Euro investiert. Es ist höchste Zeit Wallau etwas zurückzugeben.
  • Weitere Hinter- und Beweggründe warum wir uns engagieren und der Meinung sind, das die Stadt Hofheim in der Pflicht steht, findet ihr hier

An dieser Stelle auch nochmal der Hinweis auf die beiden Aktionen

IG WfW trifft Wallauer Vereinsvertreter

 
Am vergangenen Dienstag (18.12.2012) lud die neugegründete Interessen-gemeinschaft „Wallauer für Wallau“ Vereinsvertreter aller Wallauer Vereine zum Informationsgespräch und Gedankenaustausch in das Wallauer Fussballerheim. Vereinsvertreter von 16 Wallauer Vereinen folgten dem Aufruf. Hierbei ging es um das schon lange diskutierte Thema Ländcheshalle und Schulturnhalle. Ziel der IG ist es die Hallenkapzität in Wallau zu erhalten, damit das Sport und Kulturangebot aufrecht erhalten werden kann. Hierbei legt sie sich nicht auf spezifische Lösungen fest.
Die IG zeigte den Vertretern der Vereine auf, dass die von der Stadt Hofheim vorangetriebene Basislösung einer Dreifeldhalle eine einschneidende Reduzierung der Hallenkapazität bringen wird, die alle Vereine treffen würde. An einen erfolgreichen Ausgang der parallel laufenden Gespräche der Stadt mit dem TV Wallau, die zum Ziel haben diese Basislösung zu erweitern, glaubt bei der IG keiner. Da sämtliche Erweiterungen der TV Wallau zu tragen hätte, ist sich die IG sicher, dass die sich daraus ergebenden finanziellen  Belastungen für den TV Wallau einfach zu hoch sein werden.
Die IG hat sich gegründet mit dem Ziel die politische Entscheidung über die Ländcheshalle zu revidieren. Als die Vertreter der IG dann Zahlen aus dem Haushaltsplan 2012, sowie der dazugehörigen Haushaltsrede von Gisela Stang zeigten, stockte den Vereinsvertretern der Atem. An den Gesamtinvestitionen in den einzelnen Stadtteilen von rund 27 Mio EUR in den letzten 10 Jahren war der Stadtteil Wallau mt ganzen 700.000 EUR bedacht worden. Demgegenüber steht das Hofheimer Gewerbesteueraufkommen im gleichen Zeitraum von rund 160 Mio EUR, von welchen Wallau rund 48% (Zahl aus dem Jahr 2008) alleine aufbringt. Das ergibt eine Summe mehr als 70 Mio EUR. Damit liegen die Investition in Wallau bei weniger als 1% des Gewerbesteueraufkommens und das über einen Zeitraum von 10 Jahre. Da hörte dich die Forderung der IG, dass die Stadt Hofheim die Kosten eines Hallenbaus, der die Kapazitäten erhält allein tragen soll doch plötzlich sehr nachvollziehbar an.
Die Aussagen der Stadt, dass die Stadtkasse leer seien wollte dann auch keiner mehr gelten lassen, da ja offensichtlich für andere Baumassnahmen in Hofheim ausreichend Geld zur Verfügung steht. Die IG plant nun Protestmassnahmen in Hofheim und hofft, dass sie in dem Treffen möglichst viele Wallauer Vereine überzeugen konnte mitzumachen um sich zukünftig gemeinsam zu engagieren.

 

Zur vorgestellten Präsentation

 

 

 

 


Hit Counter provided by Skylight