Archiv für Meinungen

Leserbrief Alex Huskies 20.11.2013

Im folgenden ein Leserbrief des Wallauers Alexander Huskies zur aktuellen, doch sehr einseitigen und für Wallau nicht gerade positiven Berichtersattung und den seitens der hofheimer STV geschaffenen Tatsachen. Abgedruckt wurde dieser Brief im Wiesbadener Kurier.

Sehr geehrte Damen und Herren,Ihre Berichterstattung hinsichtlich des Falls »Ländcheshalle« ist so, wie die Stadt Hofheim es gern hat: tendenziös und fehlerhaft.Die Ländcheshalle ist zunächst einmal KEINE Sporthalle, sondern eine Kulturhalle UND Sporthalle, die vor Wallaus Eingemeindung errichtet wurde und die unter Hofheims Verwaltung nie umfänglich renoviert und auch nicht gut gepflegt wurde.

Nun will Hofheim die Verantwortung und einen großteil der Kosten abgeben – an einen einzelnen Verein. Dazu bezeichnet die Stadt die Wallauer Halle nur noch als Sporthalle und sucht sich den Turnverein als Zwangsverhandlungspartner und Sündenbock heraus. Das ist in etwa so, als hätte sie das Chinoncenter von Edeka bezahlen lassen und überlasse dieser Firma auch das Gesamtmanagement. An das Gemeinwohl denkt niemand, aber genau darum geht es bei einer Kultur- und Sporthalle zwingend. Wenn überhaupt, wäre der Vereinsring ein Ansprechpartner, da in ihm alle Vereine Wallaus vertreten sind und von dem man am ehesten eine gerechte Hallenbelegung erwarten könnte.

Außerdem zeigt Hofheim hohes Interesse, das bisherige Ländcheshallen-Grundstück zu veräußern und damit den eigenen Anteil an den Baukosten der neuen Halle zu reduzieren. Außerdem kann Hofheim durch etwa vierzig neue Wohnhäuser auch langfristig durch Steuern daran verdienen.

Kurz gefasst: Geld einsparen UND mehr Geld verdienen, das ist das Konzept. Und für ein Mehr an Bevölkerung ein Weniger an Angeboten, denn die neue Halle wird selbst dem aktuellen Bedarf kaum gerecht.

Und wenn sich Vertreter Hofheims oder anderer Hofheimer Stadtteile mokieren (»Wir geben nix«), sei daran erinnert: Wallau ist seit über 40 Jahren Nettozahler für den Finanzausgleich der »Kreisstadt im Grünen«. Hier geht es um viel mehr als um eine simple Sporthalle. Hier geht es um Gerechtigkeit.

MfG
Alexander Huiskes

Die Causa Langenhain

Auf der Stadtverordnetenversammlung am 14.11.2013 wurden brisante Details des Vertrages zwischen Stadt und TGS Langenhain bezüglich des dortigen Hallenneubaus bekanntgeben. Schon lange betonte die IG, das bei der einzig annähernd vergleichbaren Halle in Langenhain seinerzeit ganz andere Maßstäbe angesetzt wurden, als es jetzt in Wallau im Fall der Ländcheshalle LH der Fall ist. Und dieser Verdacht wurde jetzt öffentlich und höchst eindrucksvoll bestätigt.

Der Vertrag aus dem Jahre 1994 sieht folgendes vor:

  • Die TGS Langenhain erhielt für das Grundstück der alten Halle an der Straße Richtung Lorsbach 825.000€ von der Stadt
  • Davon gingen 595.000€ als sogenannter „Eigenanteil“ wieder zurück an dis Stadt.
  • Die Differenz von 230.000€ gingen in die Vereinskasse
  • Die Stadt verpflichtete sich weiterhin, der TGS ein Wohn- und Geschäftshaus mit insg. 179m² Fläche zu errichten, Gesamtwert ca. 300.000€. Dieses wird bis heute als Mietswohnung und verpachtete TGS Vereinsheim genutzt und erbringt dem Verein Mieteinnahmen.
  • Das bereitgestellte, neue Grundstück ging ebenfalls in den Besitz des langenhainer Vereins über.
  • Zudem übernahm die Stadt alle Versicherungskosten für die neue Halle und übernahm auch gleichzeitig, vertraglich zugescihert, alle Unterhalts- und Instandhaltungskosten.

Wir lehnen uns wahrscheinlich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn wir behaupten, das dies ein Vertrag ist, dem auch der TV Wallau zustimmen würde.

Anmerkung: Bei Vergleichen mit anderen Stadtteilen geht es uns nicht um Neid oder Mißgunst. Wir gönnen ausdrücklich jedem anderem Stadteil bzw. Verein seine Errungenschaften. Uns geht es dabei lediglich um Transparenz in den von der Stadt selbst geforderten Vergleichen. In diesem Fall freuen uns für den tollen Deal in Langenhain und wünschten uns sowas auch in Wallau. Es sollten eigentlich ALLE gleich behandelt werden – dies scheint jedoch in Hofheim leider anders gehandhabt zu werden!

Leserbrief Gabi Schuchardt 8.11.2013

Wir erhielten den folgenden Leserbrief als Reaktion auf den Artikel 08.11. -HZ- Beschluss für Dreifeldhalle

Vorweg sei gesagt: toll, was der TV 1860 mit der Renovierung seiner Sporthalle auf die Beine gestellt hat!

Zum „Beigeschmack“ der sich einmal mehr bei mir einstellt, wenn die HZ über diese Halle berichtet: warum muss immer der Vergleich mit der Wallauer Ländcheshalle gezogen werden? Die Situation der beiden Vereine ist nämlich keinesfalls vergleichbar:

Mitglieder TV 1860 : 2400, Mitglieder TV Wallau 1500; der TV 1860 bringt 107.000 Euro auf, an der Finanzierung einer neuen Halle in Wallau soll sich der TV Wallau mit 3.000.000 Euro ( das 20-fache!!!!! oder pro Mitglied TV 1860: 44,60, TV Wallau: 2000,- ) beteiligen. Der TV 1860 hat das Glück, einen entsprechen versierten Vereinschef zu haben, der eine solche Umbauaktion mit Fachwissen und endlosen Stunden koordinieren kann. Glück für den TV 1860, großes Lob an den engagierten Vorsitzenden. Aber diesen Glücksfall als Maßstab für andere Vereine anzulegen, ist mehr als unfair….

Und: der TV 1860 erhält ohne Kostenbeteiligung zusätzliche Hallenflächen (eine zusätzliche 3-Feld-Halle, also geschätzt mehr als eine Verdoppelung der Fläche) an der neuen Brühlwiesensporthalle. Wenn wie aktuell wohl von der Stadt geplant in Wallau nur eine 3-Feldhalle gebaut wird, verliert der TV Wallau 25 % seiner bisherigen Fläche.

Muss ich das noch weiter kommentieren oder erschließt sich der in Wallau vorherrschende Frust nun allen Lesern?

Dass im Haupt-und Finanzausschuss diese Woche eine gemeinsame Vorlage von CDU und SPD beschlossen wurde und die Stadtverordnetenversammlung nächste Woche diese Vorlage wohl auch beschliessen wird, ist ein Affront gegen die Wallauer: auch die Ehrenamtlichen des TV Wallau haben viele Stunden in die bisherige Planung gesteckt und Vorschläge erarbeitet – die aber offensichtlich niemanden interessieren, denn die Gespräche wurden im Frühsommer beendet und nach Vorliegen des Finanzierungsmodells des TV Wallau auch nicht wieder aufgenommen. Konstruktive Zusammenarbeit sieht anders aus …

Gabi Schuchardt
Wallau

Stellungnahme zum Artikel „Eine unrealistische Idee“

Stellungnahme der IG zum Artikel
„Eine unrealistische Idee“
im Höchster Kreisblatt vom 7.10.2013

 

Wir erhielten einiges Feedback zu diesem Artikel, sowohl mündlich aber auch schriftlich. Auch wir wollen diese doch teilweise sehr extremen Aussagen der verschiedensten Politikern nicht unkommentiert stehen lassen. Da der Artikel selbst doch schon relativ lang ist, und unsere Kommentare teilweise auch, haben wir diese unten direkt nach der jeweiligen Passage des Artikel in dieser Form eingefügt, siehe weiter unten. Der Text des Artikels selbst wird ganz normal weiß hinterlegt dargestellt, zum Artikel auf den Seiten des Kreisblattes gelangt man hier: http://www.kreisblatt.de/rhein-main/main-taunus/Eine-unrealistische-Idee;art676,649394

Zudem erhielten wir diesen Leserbrief von Sonja Lipinski:


Hallo,

ich habe den Artikel von Montag, 07.10.2013 im Höchster Kreisblatt gelesen, der wie ich finde den Boden aus dem Fass schlägt. Ich hätte gerne mal gewusst, was Hofheim in Wallau invenstiert hat?? Die Straße in dem Ortskern wurde von den Hausbesitzern bezahlt!! Immerhin hat unser Rathaus einen Aufzug – welch ein Luxus. Für den Bachverlauf wurde auch noch keine Lösung gefunden. Die Grundstücke werden unterspült. Nach einem Treffen mit dem Bauamt und dem Naturschutzamt, wurde mit gesagt, ich sollte froh sein so wohnen zu dürfen. Wer hätte das schon. Super!! nützt mir nur nichts, wenn ich absaufe!! Heut war ich auf dem Friedhof und bin nur noch entsetzt!! Noch nicht einmal vor den Toten mach die Stadt Hofheim halt!!! Die Hecken wurden entfernt, das Unkraut wuchert und zu den Urnengräber gibt es noch nicht einmal einen Weg!!! Ich bin überzeugt davon, dass Wallau alleine klar kommt. Für mich stellt sich eher die Frage, wie Hofhein ohne Wallau auskommt. Ich hoffe ihr gebt nicht auf und macht weiter.

Ich bin dabei!!!!

Nun zu unserer Stellungnahme:

Eine unrealistische Idee

Von Manfred Becht

Wie unterschiedlich die Ansichten über den Stadtteil im Westen doch sind.
Werden die Wallauer wieder selbständig? Auch Kommunalpolitiker aus Wallau halten das für unrealistisch.

http://www.kreisblatt.de/rhein-main/main-taunus/Eine-unrealistische-Idee;art676,649394

Nein die Frage macht ihm keinen Spaß. Was soll da schon einer sagen, der aus Wallau ist und von dem erwartet wird, dass er Wallauer Interessen vertritt, und der gleichzeitig als Vorsitzender der Hofheimer CDU den Anspruch hat, in der Politik für die ganze Stadt ein gewichtiges Wort mit zu sprechen. Da kommt auch bei Christian Vogt zuerst die Aussage, bei der sich alle einig sind: Wallau aus Hofheim herauszulösen und wieder selbständig zu machen, das ist eine unrealistische Idee.

Unrealistisch wohl nur aus Hofheimer Sicht – wer außer Wallau soll denn sonst für die weitere Renovierung der Kernstadt aufkommen?

In Wallau gibt es freilich einige, die sehen das anders. Ausgangspunkt der Debatte war der Streit um die Ländcheshalle, in dem die Interessengemeinschaft Wallauer für Wallau immer wieder argumentiert, der Ort steuere zwar einen großen Teil der Hofheimer Gewerbesteuereinnahmen bei, werde aber bei den Investitionen benachteiligt. Mario Kleber hat daraus die Schlussfolgerung gezogen, dass Wallau wieder selbständig werden soll. Die Wählergemeinschaft Wallau/Taunus wurde gegründet, sie soll bei den nächsten Kommunalwahlen für den Ortsbeirat und die Stadtverordnetenversammlung kandidieren.

Über den ersten Teil der Argumentation wird unterschiedlich gedacht. „In den letzten Jahren mangelte es an Investitionen“, sagt Ortsvorsteher Benjamin Hauzel (CDU). „Es ist wenig nach Wallau geflossen“, pflichtet ihm der FWG-Stadtverordnete Bodo Tadewald bei, Wallauer Urgestein, auch wenn er jetzt in der Kernstadt wohnt. Aber andere beurteilen dies anders.

Da stimmen wir beiden Herren voll und ganz zu, schön es auch mal direkt aus dem Mund von Politikern zu hören. Seltsam ist nur, warum dies nur so wenige Hofheimer Politiker so sehen, ist es doch für (fast) alle Wallauer offensichtlich!

„Wallau wurde nicht benachteiligt“, sagt CDU-Chef Vogt. Er erinnert daran, dass zuletzt erheblich in das Alte Rathaus investiert wurde. Erheblich ins alte Rathaus investiert?

Gut, die laut Statuen aufgezwungene weil verpflichtende Installation eines Aufzuges war relativ teuer, um das Rathaus bzw. den Sitzungssaal barrierefrei zu machen. Aber dazu war ja Hofheim auch verpflichtet, wir glauben nicht das seitens der Stadt aus eigenantrieb hier so viel investiert wurde.

„Ich weiß nichts, was Wallau nicht bekommen hätte“, betont Hofheims Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD).

Genau, Wallau hat ja auch noch nie was Größeres gefordert, und jetzt möchte Wallau einmal was und bekommt es nicht!

„Wallau hatte schon immer die beste Infrastruktur“, erinnert Erster Stadtrat Wolfgang Exner (CDU), der selbst im Ort wohnt. Wallau sei als erster der Hofheimer Stadtteile im Dorferneuerungsprogramm gewesen, so Vogt und Exner übereinstimmend.

Beste Infrastruktur? Die Dorferneuerung war im übrigen Mitte der 80er Jahre, also vor rund 30 Jahren. Wenn wir ab diesem Zeitpunkt die Steuerrechnung aufstellen, sind die Investitionszahlen gegen Wallau wahrscheinlich noch beeindruckender.

Einkaufsgeschäfte, Ärzte und Apotheken, Supermärkte ja alles ist in Wallau da. Aber die in Wallau bestehende Infrastruktur wurde sicherlich nicht von Hofheim gemacht bzw. initiiert. Soweit wir meinen richtet sich alles nach Angebot und Nachfrage und unterliegt der freien Marktwirtschaft, da scheint Wallau anscheinend attraktiver zu sein als andere Gemeinden. Aber Vorschlag aus Wallau: Wenn Hofheim die Infrastruktur beeinflussen kann, dann hätten wir vielleicht doch einen Wunsch nach Hofheim – Wenn Ihr die A66 nehmt, verzichten wir auf IKEA. Wenn Ihr uns die A3 nehmt, dann verzichten wir auf unser Gewerbegebiet. Und wenn Ihr uns den Fluglärm nehmt, dann können wir auch mit nur  einem Supermarkt leben.  Im Übrigen fährt der Bus  nach Wiesbaden z.B. ebenso durch Hofheim, Marxheim und Diedenbergen …

Diese Vergleiche sind selbstverständlich nicht ganz ernst gemeint, sollen aber mal zur Verdeutlichung helfen. Selbstverständlich ist Wallau gleich Wallau wie es heute ist und das ist auch gut so. Wissen wir doch, das eben das Gewerbe auch zur bestehenden Infrastruktur beiträgt, und eben diese Attraktivität Wallaus ist damit gemeint. Das Wissen die Wallauer Gewerbetreibenden, als auch die Wallauer Bürger. Im übrigen würde es der Gewerbeverein sicherlich auch begrüßen, wenn von den gezahlten Steuern auch mehr in Wallau ankommen würde.

Ortsvorsteher Benjamin Hauzel fällt immerhin ein, dass aus seiner Sicht in Wallau eine Art Vereinshaus fehlt. Aber er ist optimistisch, dass diese Räume beim Neubau der Ländcheshalle entstehen.

Das hoffen wir auch, sieht aber nicht danach aus. Zumindest soll das Vereinshaus für alle dann zum großen Teil durch den TV Wallau selbst finanziert werden.

Unumstritten ist, dass dies der Zankapfel ist, der die ganze Debatte ausgelöst hat. Seit 2005 werde über die Ländcheshalle gesprochen, schimpft Tadewald. Wallau habe es nicht zu verantworten, dass der Zustand des Gebäudes immer schlechter wurde.

Aber jetzt soll Wallau bzw. der TV und dessen Mitglieder dafür zur Kasse gebeten werden?!

„Die Wallauer standen sich bei der Ländcheshalle auch schon selbst im Weg“, sieht Exner das anders – und er äußert das längst nicht zum ersten Mal. Der Neubau eines Sportparks durch Investoren aus Wallau – ohne Kostenbeteiligung des Turnvereins – scheiterte nicht am Widerstand aus Hofheim. Über Standorte für einen Neubau waren sich die Wallauer lange selbst nicht einig, der Ortsbeirat gehörte nicht immer zu denen, die das Projekt vorantrieben.

Diesen Punkt kann man nicht von der Hand weisen, die Halle könnte schon stehen, wenn auch auf der einzigen, in Wallau verbliebenen „grünen Wiese“. Im Übrigen kam der Vorschlag, für die Stadt kostengünstig auf dem im Besitz des MTK befindlichen Gelände der Schule zu bauen, von einem Wallau, und nicht aus Hofheim! Ausserdem könnte die Halle auch schon längst  renoviert sei. Das war das Wahlversprechen von Frau Stang, aber dann kam die CDU und der Koalitionsvertrag …

„Die Stadtverordnetenversammlung hatte den Wunsch, das Geld auszugeben“, betont auch Stang.

Na dann – her damit!!! Aber sagte nicht der Stadtverordnetenvorsteher noch im Januar im Rahmen unserer ersten Demo, das die Stadt-Kassen leer seien? Ist das nicht das eigentlich Grundproblem, so das jetzt versucht wird den TV Wallau Übermaßen finanziell zu strapazieren? Im Übrigen bildet der Vorausschauende Rücklagen, wo er doch genau weiß was auf Ihn zukommt … Und bedeutet das HATTE das es jetzt nicht mehr im Sinne der Stadtverordneten ist?

Inzwischen ist die neue Ländcheshalle ihrer Realisierung ein Stück näher gekommen, an den Absichten der Wählergemeinschaft ändert das nichts. Exner findet aber schon die grundsätzliche Ausrichtung der Initiative merkwürdig: Ob man Wallau luxuriös ausstatten solle und in Wildsachsen gar nichts mehr investieren dürfe, fragt der Erste Stadtrat, wie konsequent das Argument zu Ende gedacht werden soll.

Was das ganze nun mit Wildsachsen zu tun ist uns nicht ersichtlich bzw. ist dieser Vergleich an sich höchst unglücklich gewählt, da hat wohl einer nicht richtig recherchiert! Hier können wir gerne nochmal auf der alt-bekannten Steuergeschichte rumreiten (nur weil man es ständig erwähnt wird es ja nicht falsch oder unwahr!): Wallau hat knapp 3mal so viele Einwohner wie Wildsachsen. In den letzten 10 Jahren wurden dort aber 4,5 Mio Euro, in Wallau nur 0,7 Mio Euro investiert. Das bedeutet pro Kopf in etwa das 16fache. Für jeden Einwohner Wildsachsens wurde in den letzten 10 Jahren 16mal mehr investiert als im gleichen Zeitraum für jeden Wallauer!!! Vielen Dank, das gerade dieses ganz extreme Beispiel der Ungerechtigkeit  hier aufgegriffen wurde, wir hätten es nicht besser machen können!!! Und wer redet von „Wallau luxuriös ausstatten“? Kein Mensch, wir fordern einfach nur das Wallau die Halle bekommt, die das Sport- und Kulturangebot zumindest im gleichen Maße ermöglicht, wie es jetzt betrieben wird. Und ehrlich gesagt müsste man eher fordern das es sogar größer wird, bedenkt man die entstehenden Neubaugebiete und damit einhergehenden Zuzüge (Gräsiger Wer, Nachtschattten, LH Grundstück usw.).

Details zu diesen Zahlen auch in unserem Artikel von Dezember 2012 „Vorweihnachtliche Verwunderung“

http://wallauer-fuer-wallau.de/archive/407

Einwohnerzahl HofheimEinwohnerzahlen Hofheim Investitionen 2002-2012Investitionen der letzten 10 Jahre Gewerbesteur 2002-2012Gewerbersteuer der letzten 10 Jahre

* Zum Vergrößern Bild klicken
* Quellen: www.hofheim.de – u.a. Haushaltsrede von Frau Stang von 2012

In Wallau spricht indes keiner von „goldenen Wasserhähnen“, sondern nur von solchen die funktionieren. Wir würden gerne alle STVV und den Magistrat einladen nach dem Sportunterricht die Sanitäreinrichtungen zu benutzen! Mal schauen wer dann noch über goldenen Wasserhähne spricht. Außerdem sollten wir bei dem Kernpunkt bleiben und nicht direkte Vergleiche mit kleineren Ortsteilen in Betracht ziehen, sowie es nun aus dem Rathaus getan wird.

Er sieht die Wählergemeinschaft auch als Indiz für einen Egoismus, der in der Gesellschaft immer mehr um sich greife.

BITTE??? Wer in der Lage ist, die obenstehenden Tabellen in der richtigen Weise zu interpretieren, wird schnell erkennen, dass diese Aussage der pure Witz ist! Egoistisch ist es, die Kernstadt seit Jahren in Glanz und Prunk erstrahlen zu lassen, und dabei bei der bestandserhaltenden Neubaumaßnahme einen gemeinnützigen Turnvererin mit 3 Mio Euro belasten zu wollen. Das, und nichts anderes, sehen wir als Egoismus!

„Kaum lebensfähig“

Ob man dies so deutlich bewertet wie Exner oder lieber gar nicht, wie Ortsvorsteher Hauzel, an einen Erfolg der Bemühungen der Wählergemeinschaft glauben die Kommunalpolitiker nicht. Der Landesgesetzgeber werde da nicht mitspielen, und kleine Kommunen seien selbständig kaum lebensfähig, ist Vogt überzeugt. Hofheim werde es sich gar nicht leisten können, Wallau gehen zu lassen, weiß Hauzel.

Da sehen wir eher so wie Benjamin Hauzel, Hofheim kann es nicht leisten, Wallau denken wir könnten eigenständig sehr wohl gut um die Runden kommen!

Aus Sicht der Bürgermeisterin ginge dies auch ganz gegen den Trend der Zeit. Angesagt sei doch, sich zu überlegen, welche Aufgaben Kommunen gemeinsam erledigen könnten, um dies effektiver zu tun.

Auch hier können wir nur zustimmen: Gemeinsam! Das wollen auch wir und helfen gerne dabei mit! Es kann aber zu keiner „gemeinsamen“ Lösung kommen die a) zu einer Verringerung vor allem des Sportangebotes führt und b) eine Millionenschuld dem TVW aufbürgt!

Dass ungeachtet dieser Debatten die Wallauer mit nur einem Stadtverordneten, der tatsächlich dort wohnt, unterrepräsentiert sind, lässt sich nicht bestreiten: In Lorsbach wohnen fünf Stadtverordnete in einer Straße.

Wir glauben und hoffen jedoch, dass sich die Lorsbacher Stadtverordneten im gleichen Maße und dem gleichen Gerechtigkeitssinn für Wallau einsetzen werden, wie Sie das für Ihren Ort getan haben ! Wir glauben hier nicht an ein Paradebespiel für Egoismus und Ungerechtigkeit!

Aber das zu ändern, wird bei der nächsten Kommunalwahl Sache der Parteien und der Wähler sein.

Wenn schon die Bürgermeisterwahl nichts gebracht hat …

 

Reaktionen auf Vorlage Nr. 2013-135

In den letzten Tagen heiß disktutiert wurde die Vorlage Nr. 2013/135 der STVV vom 4.9.2013, siehe Details dazu weiter unten. Wir selbst haben dazu in einem offenen Brief Stellung bezogen. Gespickt mit allerlei unbeantworteter Fragen, unserer Sicht der Dinge und vor allem mit einem hohen Maß an Unverständnisses über die darin vorgestellten Finanzierungs-modelle haben wir dieses Schreiben an die Mitglieder der Hofheimer STV, speziell an die des HFB (Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuß) eingereicht. Aber nicht nur wir haben Stellung bezogen, sondern auch außerhalb der IG gab es einige Reaktionen.

Zu unserer ausführlichen Stellungnahme gelangt man hier: Stellungnahme IG

Einige Presseartikel dazu

Die Wallauerin Gabi Schuchardt macht in ihrem Leserbrief nicht nur ihre Meinung zur Vorlage deutlich, sondern auch die zur Berichterstattung, die einen bestimmten „Beigeschmack vermittele.

In seinem Leserbrief an das Höchster Kreisblatt macht das ehemalige IG-Mitglied Mario Kleber ebenfalls seinem Unmut Luft:

LH – Stadt stiehlt sich aus Ihrer Verantwortung

 

Die Vorlage zur Ländcheshalle finde ich sehr eigenartig. Da wird ein Status über Verhandlungen mit dem TVW gegeben und über viele dort aufgeführte Dinge wurde mit dem TVW noch gar nicht gesprochen.

Auch gibt es dort keinen Ausblick wie es weitergehen soll. Da kann man ja froh sein, dass FWG und CDU den Vorschlag gemacht haben die Vorlage in den Haupt- und Finanzausschuss zu überweisen, sonst wäre womöglich gar nichts passiert. Die Finanzierungsvarianten in der Vorlage stellen allerdings das traurigste Kapitel dar.

Der Verein muss sich beteiligen und Bauherr/Eigentümer der Halle werden, weil nur er kann Fördergelder generieren, die die Stadt nicht erhalten kann. So fing die Argumentation ursprünglich an.

Schaut man sich die Kalkulation der Hallenvariante 3 an, die die Hallenkapazität annähernd erhält, so sieht man dort rund 900.000 EUR Fördergelder. Allerdings sieht man dort auch weitere 2,8 Mio. EUR, die der TVW zusätzlich aufbringen soll. 2,8 Mio. EUR das entspricht bei 25 Jahren Laufzeit und 0% Zinsen einer jährliche Belastung von 112.000 EUR pro Jahr nur für den Schuldendienst. Da fragt man sich doch, ob die Verantwortlichen noch ihre Sinne beisammen haben, wenn ein gemeinnütziger auf Ehrenamt geführter Sportverein mit solchen Summen hantieren soll.

Die anderen Vereine in Hofheim sind auch alle Eigentümer der Hallenprojekte geworden, heisst es. Schaut man nach Lorsbach, Diedenbergen, Langenhain und Hofheim so fällt auf, dass alle Sportvereine dort Eigentümer der Hallen sind. Aber sind sie es geworden? Nein, sie waren es schon immer, da es sich bei diesen um den Neubau oder die Renovierung/Sanierung vereinseigener Hallen handelte.

Auffällig ist vielmehr, dass sich bei keinem dieser Bauprojekte die Eigentümerschaft änderte. In Wallau soll das anders sein. Hier leistete sich einst die Gemeinde Wallau eine Halle für ihre Bürger, weil sie es konnte und wollte. Diese Halle belebte dann das sportliche Leben beispielsweise mit dem unvergleichlichen Aufstieg der Handballer. Nun soll die Eigentümerschaft auf den TVW übergehen, weil die anderen Vereine ja Eigentümer sind. Interessant ist auch wie es sich mit der Handhabung von kreiseigenen Hallen verhält.

Schaut man sich mal die Schulturnhallen in Hofheim an, so stellt man fest, dass diese – so denn welche vorhanden sind – ausnahmslos dem Kreis gehören. Nirgendwo in Hofheim wurde einem Verein die Übernahme einer kreiseigenen Schulturnhalle aufgenötigt. Richtig ist, dass die Schulen teilweise vereinseigene Hallen nutzen, aber dies ist nur dort der Fall, wo es keine Schulturnhallen gibt.

In Hofheim gibt es in direkter Umgebung der „Brühlwiesenschule“ bald drei 3-Feldhallen. Diese gehören ausnahmslos dem Kreis und werden von den Vereinen in den Abendstunden genutzt. In Wallau soll das anders sein. Hier soll der TVW Eigentümer der Schulturnhalle werden. Wieso eigentlich werden für Wallau immer Sonderregelungen zum Nachteil erfunden?

Wie wäre es denn mit einer Sonderregelung zum Vorteil von Wallau nach dem Motto, Hofheim hat Wallau eingemeindet und dabei Rechte und Pflichten übernommen.

Die Rechte, wie hohe Steuereinnahmen werden gerne angenommen. Die Pflichten wie Verantwortung für die Halle werden gerne ausgelagert.
Ich finde das hochgradig ungerecht.

Gerechtigkeit ist ein gutes Stichwort. Unter diesem Deckmantel werden dem TVW ja gerne immer größere Belastungen zugemutet. Wie wäre es denn wenn man dem TVW mal das Modell Langenhain anbietet aus Gründen der Gleichbehandlung? Der Verein gibt das Grundstück und die Stadt zahlt Hallenbau und Unterhalt. Oder das Modell Lorsbach. Die Stadt zahlt 74% des Hallenbaus und von dem 26% Anteil des Vereins geht die Beteiligung des Kreises sowie die Fördergelder ab.

Sicher ist der Magistrat unzufrieden mit solchen Gedankenspielen, aber unzufrieden sind wir Wallauer mit dem Magistrat ja auch…

Mario Kleber

Leserbriefe im Mai 2013

Auch im Mai erreichten uns wieder 2 Leserbriefe von Wallauer Mitbürgern, die ihren Unmut über die aktuelle Situation und den entsprechenden Artikeln der hiesigen Presse in Form von Briefen bzw. Kommentaren den Verlagen mitteilten.

Höchster KreisblattEinmal war der Auslöser wohl folgendes Zitat von Frau Bürgermeisterin Stang: „Der Bürgermeisterin gab das Richtfest aber auch Gelegenheit, mit dem Lob für den Hofheimer Turnverein indirekt eine kritische Spitze in Richtung Wallau zu schicken: „Wir haben hier einen Verein, der genau weiß, was er will und der weiß, wie das umzusetzen ist,“ stellte Stang fest. „

Im zweiten Fall war es wohl eher die allgemeine, nicht voranschreitende Sachlage, Auslöser des Schreibens. Doch nun zu den Briefen.

Leserbrief von Gabi Schuchardt zum am 25. Mai im Höchster Kreisblatt erschienen Artikel „Eine tolle Turnhalle“ (zum Artikel)

Erst ‚mal: herzlichen Glückwunsch, liebe Sportkameraden vom TV 1860 zum Richtfest und weiter gutes Gelingen bei der Hallensanierung!

Ja, wir Wallauer sind neidisch, wenn wir Berichte wie den vom 25.5. im HK lesen:
da wird die Bürgermeisterin von Herrn Blume mit folgenden Worten zitiert „Warum saniert ihr nicht die alte Halle und baut mit uns und dem Kreis eine neue Halle?“

Liebe Frau Bürgermeister, fragen Sie das doch mal die Wallauer! Auf so ein großzügiges Angebot könnte der TV Wallau sicher guten Gewissens eingehen….
Der Seitenhieb in Richtung Wallau, Zitat Frau Bürgermeister Stang „wir haben hier (mit dem TV 1860) einen Verein, der genau weiss was er will und wie das umzusetzen ist“ ist weder fair noch gerechtfertigt – und steht einer Bürgermeisterin für ALLE Hofheimer, wenn sie ihn denn so gemeint hat, auch nicht gut zu Gesicht…..

Aus Wallauer Sicht könnte man auch sagen „wir Wallauer hätten gerne eine Verwaltung, die weiß, was im Sinne einer großen Zahl ihrer Bürger nötig ist und das auch realistisch plant und umsetzt.“

Auf der gleichen Seite berichtet das HK über die Hofheimer Sparbemühungen und auch aus diesem Artikel lässt sich prima zitieren: „Bekannt ist: Wenn übergroße Sparsamkeit etwa an Gebäuden die Substanz schädigt, wird es später um so teurer“. Eine Binsenweisheit, die jeder Hausbesitzer kennt…. Jeder Euro, auf den die Stadt in den letzten Jahren zugunsten des Erhaltes des Hotelbetriebs im Hotel Rosenberg bewusst verzichtet hat, schmerzt angesichts leerer Kassen alle Hofheimer – und uns Wallauer angesichts der aktuellen Diskussion um die Ländcheshalle um ein Vielfaches. Allein mit diesem Geld, rechtzeitig in die Sanierung investiert, würde nicht nur die Wallauer Ländcheshalle inzwischen super dastehen….

Abschliessend bleibt mir nur zu wünschen, dass wir Frau Bürgermeister Stang auch bald in Wallau zum Richtfest einer Sporthalle begrüssen dürfen! Und: wir Wallauer feiern gerne, wir könnten wahrscheinlich auch ein Richtfest organisieren, wenn denn der lang ersehnte Kunstrasen in Wallau endlich verlegt wurde…

Gabi Schuchardt, Wallau

 

Auch Horst Schneider, Mitglied der Wallauer Fussballabteilung und des Verhandlungsteams des TVW, lies es sich nicht nehmen, seinen Unmut und Frust dem Höchster Kreisblatt mitzuteilen. Sein Schreiben ist bereit veröffentlich, siehe hier.

Heiße Luft und Phrasen

Nur heiße Luft sind die Phrasen der Verantwortlichen aus dem Hofheimer Rathaus:
Die Verhandlungen der Stadt Hofheim mit der Lenkungsgruppe des TV Wallau um den Neubau der Ländcheshalle sind unterbrochen, abgesagt von der Stadt Hofheim. Warum? Sind die nicht in der Lage, den Kreis einzubinden?

Es wird behauptet, der Kreis sei zu den Gesprächen eingeladen, das ist eine falsche Aussage, hier wird ein sehr unsauberes Spiel gespielt, auf Kosten der Wallauer.

Der TV Wallau hat bereits 2009 seine finanzielle Zusage zum Bau des Kunstrasenplatzes erteilt, was ist seitdem passiert, nichts! Der Sportplatz in Wallau ist mit weitem Abstand der älteste Sportplatz der Stadt Hofheim. Jetzt wird im Rathaus erzählt, es gibt eine Abhängigkeit mit dem geplanten Neubau der Ländcheshalle, was für ein Unsinn. Selbst Fachleute behaupten, dass dem Bau des Kunstrasenplatzes nichts im Wege steht, auch keine Baustellenzufahrt. Ein weiteres schlagkräftiges Argument für die schnelle Umsetzung ist die Generierung von zusätzlichen Fördergeldern des Landes Hessens in Höhe von 200 000 Euro, welche bei getrennten Baumaßnahmen möglicherweise doppelt, ansonsten wohl nur einmal ausgezahlt werden könnten.

Was kann gefolgert werden, es kommt nur heiße Luft aus dem Rathaus. Alle Stellungnahmen aus dem Rathaus sind eine Hinhaltetaktik, um Geld zu sparen auf Kosten der Wallauer, damit man in Hofheim wieder einmal investieren kann. Ich jedenfalls bin maßlos enttäuscht von der Politik aus dem Hofheimer Rathaus.

Horst Schneider, Wallau

IG Kandidatencheck 22.4.2013

Kurz vor der Stichwahl am kommenden Sonntag, den 28.April, wollten wir der amtierenden Bürgermeisterin Frau Stang und deren Herausforderer Herr Exner nochmals vor allem in punkto „Ländcheshalle“ auf den Zahn fühlen.

Stang_ExnerDeshalb haben wir die für uns wichtigen, sowie die nach dem von Frau Stang letzte Woche präsentierten Zwsichenergebnis aufgekommenen Fragen in einem Fragebogen an beide Kandidaten eingereicht. Wir haben ausdrücklich darauf hingewiesen, dass wir deren Antworten auf unserer Homepage veröffentlichen, an die Presse weitergeben und evtl. auch in Facebook posten wollen.

Wichtig war es uns dabei, gerade den Wallauer Wählern, die – wie wir wissen – großes Interesses am Thema „Ländcheshalle“ haben, durch die Antworten der Kandidaten zu diesem, aus unserer Sicht „Wallauer Kernthema“ die Wahl am Sonntag etwas zu erleichtern.

Wir selbst bewerten dabei die erhaltenen Antworten nicht öffentlich, ziehen aber daraus natürlich Schlüsse im Sinne der IG und natürlich auch unsere ganz persönlichen. An dieser Stelle wollen wir uns noch bei beiden Kandidaten für die rasche Übersendung der Antworten bedanken; sicherlich keine Selbstverständlichkeit mitten in der Endphase des Wahlkampfes.

Nun unsere Fragen bzw. Anschreiben an die Kandidaten und die erhaltenen Antworten. Während Frau Stang direkt auf unsere Fragen und sogar direkt in unserem Frage-Dokument geantwortet hat, geht Herr Exner seinerseits zwar auf jede Frage ein, wiederholt diese aber nicht noch mal. Deshalb empfehlen wir, sich vorher einmal den Fragebogen durchzulesen.

Unsere Fragen

Antworten Frau Stang (Antworten in blau)

Antworten Herr Exner

Zwischenergebnisse erhalten 20.4.2013

Frau Bürgermeisterin Stang versprach uns auf der Demo in Wallau die ersten Zwischenergebnisse der Verhandlungen zwischen Stadt und TVW für nach Ostern. Wir versprachen im Gegenzug uns bis dahin ruhig zu verhalten, und Frau Stang hat ihr Versprechen ebenfalls gehalten und uns Mitte letzter Woche einen Zwischenstand gegeben.

Wir stellen fest: Es geht voran!

Allerdings aus unserer Sicht, mit Hinblick auf die bereits für Anfang September geplante Abstimmung der Stadtverordneten zum Fall „Ländcheshalle“, deutlich zu langsam.

Ausserdem ist für uns unverständlich, dass zum jetzigen Stand immer noch nicht der Kreis involviert ist. Immerhin ist er “Sponsor” des Grundstückes und auch finanziell einer der möglicherweise größten Beteiligten (Vereinsförderung und anteilig für Nutzung durch Schulsport).

Die größten Fragezeichen sehen wir aber hinter der Tatsache, warum zum jetzigen Zeitpunkt bereits über eine mögliche Reduzierung der Kapazitäten des vom Architekten vorgelegten ersten Entwurfes gesprochen wird. Etwas schleierhaft, sollte man diese Entwurf, der ja zum größten Teil aus dem vom TV Wallau in Abstimmung mit dem Vereinsring vorgelegten Raumprogramm entstandenist, nicht zuvor einmal finanziell bewerten und prüfen, ob er vielleicht schon direkt umsetzbar ist? Eventuell könnte man ja sogar noch etwas Kapazität drauf packen? Wer weiß das schon….

Dazu haben wie auch diese Pressemitteilung der IG Wallauer für Wallau_20130417 verfasst.

Auf unserer Seite Infomaterial findet ihr die entsprechenden Artikel.

Historisches zu Sanierung oder Neubau

Im Bürgerinformationssystem der Stadt Hofheim, kurz „Allris“, zu erreichen unter http://www.sitzungsdienst-hofheim.de/bi/allris.net.asp, haben wir die folgende, höchst interessante Beschlussvorschlage aus dem Jahre 2010 gefunden.

Die Vorlage mit dem Titel „Ländcheshalle Wallau – Sanierung oder Neubau unter Berücksichtigung der Standortfrage“ ist eine vom Magistrat erstellte Vorlage und wurde im Dezember 2010 sowohl im Haupt- und Finanzausschuss (7. Dez) als auch auf Stadtverordnetenversammlung (STVV, 15. Dez) vorgelegt und auch über verschiedene Punkte abgestimmt.

Die komplette Beschlussvorlage findet man unter folgendem Link:
http://www.sitzungsdienst-hofheim.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=341&options=4

Als PDF-Version

Von dort aus gelangt man auch auf die gefassten Beschlüsse. Hier wurde am 7.12. im Haupt- und Finanzausschuss unter anderem der Neubau der Halle am alten Standort abgelehnt. Hier ein kurzer Auszug:

Stadtv. Wittchen stellt folgenden Antrag:Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, einem Neubau der Halle am alten Standort zuzustimmen. Abstimmung über den Antrag von Stadtv. Wittchen:
– 4 dafür –
– 6 dagegen –
– 1 Enthaltung –Damit ist der Antrag abgelehnt.

Bei der Abstimmung auf der STVV gut eine Woche danach stimmten dann immerhin über ein Drittel der anwesenden STV gegen die weitere Untersuchung eines Neubaus auf dem Gelände der TBS:

Beschluss:Die Realisierung des Neubaus auf dem Gelände der Taunusblickschule ist weiter zu untersuchen. Hierfür soll gemeinsam mit dem MTK ein Gesamtkonzept erstellt werden, das den gesamten Bereich überplant. Das heißt: Neubau Halle, Neubau Kunstrasenplatz, Entwicklungsmöglichkeiten Taunusblickschule und Anbindung an den KITA-Bereich.Eine Kostengegenüberstellung Neubau am alten Standort/Neubau auf dem Gelände der Taunusblickschule ist vorzulegen.- 29 dafür –
– 15 dagegen –

Damit ist der Antrag angenommen.

Aber auch die Dokumente im Anhang sind höchst spannend. Dort findet man unter anderem eine aus unserer Sicht sehr pessimistische Schätzung des Verkaufserlöses des Ländecheshallengrundstückes. Ebenso im Anhang eine weitere, wahrscheinlich mittlerweile überholte Planvariante des Neubaus auf dem Gelände der TBS mit der Nummer/Variante 3.2b.

Auch kann man den Schreiben entnehmen das für die laut Planung fast 4.000m² große Fläche des Geländes der TBS, welches per Erbbaurecht von Kreis an die Stadt „vermietet“ wird, ein jährlicher Erbbauzins von rund 10.000€ fällig wird.

Am Ende der Beschlussvorlage werden dann die Vor- und Nachteile der verschiedenen Szenarien beleuchtet. Hier die komplette Aufstellung:

Vor- und Nachteile:
Aus den Diskussionen innerhalb der Arbeitsgemeinschaft, der Bürgerversammlung, der Bevölkerung sowie mit den Verhandlungen des Main-Taunus-Kreises lassen sich die wichtigsten Argumente für die derzeit im Raum stehenden Lösungsmöglichkeiten zusammenfassen:
Vorteile Sanierung:

  • Beibehaltung des Standorts
  • Kostenersparnis gegenüber den Neubauvarianten (Stichwort Haushaltskonsolidierung)
  • Kostenersparnis, da ein viertes Hallenfeld nicht erforderlich ist (Schulturnhalle bleibt bestehen)
  • Planungsfreiheit (eingeschränkt)

Nachteile Sanierung:

  • Sporthalle kann zwar auf den technisch und energetisch neuesten Stand gebracht werden, allerdings kann aufgrund der bestehenden Kubatur eine optimale Raumaufteilung nicht realisiert werden
  • die Sporthalle kann während der Sanierungsphase nicht genutzt werden. Es ist mit einer Ausfallzeit von mind. 11 Monaten zu rechnen. Eine 100%ige Bereitstellung von Ausweichhallen ist nicht möglich
  • das Gelände der Ländcheshalle kann keiner anderen Nutzung zugeführt werden und deshalb auch nicht vermarktet werden. Der Vermarktungserlös liegt bei ca. 1,5 Mio. Euro

Vorteile Neubau auf dem Gelände der Taunusblickschule:

  • Beibehaltung der unmittelbaren räumlichen Nähe von Sporthalle, Sportplatz und Schule
  • Errichtung einer Halle, die sich in punkto technischer und energetischer Ausstattung sowie Raumaufteilung, unter Einbeziehung der Nutzerwünsche, auf den neuesten Stand bringen lässt
  • Flexibilität bei der Gestaltung von Hallennebenräumen (z.B. multifunktional nutzbarer Gymnastikraum)
  • Erzielung von Synergieeffekten (3-Feldhalle plus angegliedertem vierten Feld als Ersatz für die alte Schulturnhalle)
  • das bisherige Gelände der Ländcheshalle kann einer anderen Nutzung zugeführt werden und deshalb auch vermarktet werden. Der Vermarktungserlös liegt bei ca. 1,5 Mio. Euro
  • die alte Ländcheshalle könnte bis zur Inbetriebnahme des Neubaus genutzt werden (kein Nutzungsausfall)

Nachteile Neubau auf dem Gelände der Taunusblickschule:

  • höherer Kostenaufwand gegenüber der Sanierungsvariante
  • Mehrkosten für ein viertes Hallenfeld als Ersatz für die alte Schulturnhalle
  • Zusatzkosten für die geforderten Rück- und Umbaumaßnahmen am Schulgelände der Taunusblickschule über ca. 400.000.–€
  • Jährlicher Erbbauzins über ca. 10.000.–€
  • Beschaffung eines Ersatzgrundstückes für die derzeitigen Kindergartenparkplätze
  • eingeschränkte Möglichkeiten in städtebaulicher und gestalterischer Hinsicht, da die Stadt nicht Grundstückseigentümerin ist
  • weniger Stellplätze als am alten Standort

Vorteile Neubau am alten Standort:

  • Beibehaltung des Standorts
  • Errichtung einer Halle, die sich in punkto technischer und energetischer Ausstattung sowie Raumaufteilung, unter Einbeziehung der Nutzerwünsche, auf den neuesten Stand bringen lässt
  • Maximale Flexibilität bei der Gestaltung von Hallennebenräumen (z.B. multifunktional nutzbarer Gymnastikraum)
  • eventuell bessere Ausnutzung der vorhandenen Grundstücksfläche, auch unter städtebaulichen Gesichtspunkten
  • Kostenersparnis, da ein viertes Hallenfeld nicht erforderlich ist (Schulturnhalle bleibt bestehen)
  • keine Nutzungseinschränkung durch den Schulsport

Nachteile Neubau am alten Standort:

  • während der Abriss- und Neubauphase ist mit einer Ausfallzeit von mindestens 1 Jahr zu rechnen. Eine 100%ige Bereitstellung von Ausweichhallen ist nicht möglich.
  • höherer Kostenaufwand gegenüber der Sanierungsvariante
  • das Gelände der Ländcheshalle kann keiner andern Nutzung zugeführt werden und deshalb auch nicht vermarktet werden. Der Vermarktungserlös liegt bei ca. 1,5 Mio. Euro.

Was denkt ihr nun darüber? Schreibt uns Kommentare oder posted im Forum!

OBR schließt sich Forderung der IG an 25.2.13

In seiner letzten Sitzung am Dienstag den 19.02.2013 hat der Wallauer Ortsbeirat (OBR) eine Empfehlung an die Stadtverordnetenversammlung eingereicht, die sich mit dem Ziel der IG „den Raum für Sport und Kultur in Wallau zu erhalten“ deckt.

Damit schließt sich der Kreis: Neben den 3.212 Unterschriften „aus dem Volk“ schließt sich nun auch zumindest die Wallauer Lokal-Politik unserem großen Ziel an!

Hier geht’s zur Vorlage im Allris, dem Bürgerninformationssystem der Stadt Hofheim:
http://www.sitzungsdienst-hofheim.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=910&options=4

 

Hier der Antrag:


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