Archiv für Ländcheshalle

Vor der Wahl 4.3.2016

Es scheint los zu gehen…

Rodungen, Herrichtung des Baufeldes, Baubeginn noch in 2016…
all das spricht für ein gutes Ende ! Oder doch nicht ?

Grundsätzlich: Wir sind froh, dass etwas passiert – endlich !!

Wir waren und sind für die Erhaltung der Kapazitäten für Sport und Kultur in Wallau ! Und startend vom Ausgangspunkt IG WfW mit der Faktenlage der Stadt Hofheim:
„Bau einer Dreifeldhalle auf dem Gelände der Taunusblickschule“
sind wir auch ein gutes Stück weitergekommen.

Der TVW muss nicht mehr die Bauherrschaft übernehmen, das geplante Bauwerk enthält mehr Fläche als die „Basislösung“, die ursprünglich angedacht war, führt aber weiterhin zu deutlichen Raumverlusten.

Frag einen Wallauer oder gar Hofheimer Politiker und er wird dir sagen, dass doch alles läuft – kein Grund zum Grübeln. Das wurde uns aber auch schon bei der Basislösung gesagt.

10 Jahre Stagnation scheinen vorüber

Und jede Partei, die für den Bau der neuen Ländcheshalle in den letzten Jahren Position bezogen hat, hat auch sein Ziel erreicht. Nur, stand dieses jemals außer Frage? Eine Sanierung wurde kategorisch abgelehnt, niemals in Erwägung gezogen. Also war es nur eine Frage der Zeit bis es losgeht. 10 elend lange und quälende Jahre sind daraus geworden. 10 Jahre in denen mehr Probleme geschaffen – denn gelöst wurden.

Und jeder der diese 10 Jahre politisch begleitet hat, hat seinen Verdienst daran, dass es nun endlich los geht – und wir wiederholen uns, darüber freuen wir uns sehr. Doch genauso sind die Gleichen auch dafür verantwortlich, dass sich so lange nichts getan hat. Eine Bürgermeistern, ein Magistrat haben in dieser Zeit nicht gewechselt, und auch der Wallauer Ortsbeirat hat nicht so viele neue bzw. verschiedene Gesichter in dieser Zeit gesehen.

Aktuell – Es gibt noch Fragezeichen

Der aktuelle Stand ist der :

  • Die LH soll neu als Dreifeldhalle gebaut werden, allerdings mit den folgenden Einschränkungen
    • Reduzierung der Zuschauerzahl
    • Versammlungsraum entfällt
    • Gymnastikraum entfällt

Eine große Frage die sich stellt: Welche qualitative Bauausführung wird die neue LH haben wird. Besonders interessant sind hier schalltechnische Maßnahmen und damit die Frage ob Kultur- veranstaltungen in Zukunft überhaupt noch wie gehabt stattfinden können.

  • Bau einer Mehrzweckhalle als Ausgleich für die Schulturnhalle
    • diese könnte in der Größe reduziert sein
    • aktuell sind zu wenig Lagermöglichkeiten vorgesehen

Was derzeit wieder auffällt: Mit dem TVW wird wieder nicht gesprochen. Es liegen zwar Pläne aus, doch ob diese wiederum den Anforderungen der nutzenden Vereine entsprechen sei dahin gestellt.

Es bleibt festzuhalten: der derzeitige ausgelegte Bebauungsplan hat eine Reduzierung der Kapazitäten für Sport und Kultur in Wallau zur Folge. Mit diesen Plänen hat es die Stadt versäumt ein Zeichen für alle Vereine in Wallau zu setzten.
Daher möchten wir Euch alle auffordern für weitere Räumlichkeiten innerhalb der Neubauten zu plädieren, diese einzufordern und dafür auch zu kämpfen. Es sind Eure und unsere Möglichkeiten, die damit aktuell verloren gehen.

Manchmal reicht es eben nicht aus, wenn man seine Liebe nur im Herzen trägt – manchmal muss man dafür auch kämpfen – und manchmal auch laut !

OBR November 2014

Ein kurze Zusammenfassung der Themen Ländcheshalle und Sportplatz aus der letzten Sitzung des OBR vom 25.11.2014.

Der Magistrat hat nun mehr oder weniger genau den Beschlusses vom 13.11.2013 umgesetzt :

  1. Planung für eine Dreifeldhalle einschließlich Umkleideräume
    2. Erweiterungsoption für Mehrzweckraum und viertes Feld – Bezifferung der Mehrkosten
    3. Umgehende Vergabe der Architektenleistung
    4. Abschluss der Vereinbarungen mit dem Kreis
    5. Fortführung der Gespräche mit dem TV Wallau über die Beteiligung

Die Ausschreibung der Architekturleistung ist beendet, 5 Büros sind in der engeren Auswahl und stellen sich ab 10.12. vor, eher dann am 17.12. die finale Auswahl bekanntgegeben werden so..
Im Oktober 2015 soll die Planung dann soweit abgeschlossen sein, dass konkret mit den vorbereitenden Baumassnahmen begonnen werden kann. Für den Bau der LH sind 5 Mio im Stadthaushalt vorgesehen.
Parallel wird die Änderung des Bebauungsplans angestossen: Im Februar 2015 Bürgerfragestunde, im Sommer wird der Plan offengelegt, BEschluss im Septmeber!

Es gibt nach wie vor Gespräche mit dem Kreis bzgl. einer Beteiligung.
Der Kreis würde auch ohne eigene Beteiligung an der neuen LH das Grundstück zur Verfügung stellen.

Gespräche bzgl. Übernahme Bauherrschaft des TVW sind am Laufen. Jedoch hat der erste Stadtrat Exner von sehr offenen Gesprächen berichtet.

Der dann im Dezember beauftragte Architekt soll auch prüfen in wie fern in seiner Planung nach der Sportplatz als Baustofflager von
Nöten ist. Andeutungen wurden gemacht, dass mit einem Sportplatz auch begonnen werden kann wenn sich die Halle noch im Bau befindet,
aber das Baustofflager nicht mehr benötigt wird.

Aussagen zur Sportplatzreihenfolge Wildsachsen, Marxheim, Wallau kann und wollte Herr Exner nicht machen. Wohl nur soviel, dass die beiden anderern
Vereine wohl erstmal ihre Hausaufgaben machen müssten, die in der Presse oft als Fakt veröffentlichte Reihenfolge sei Makulatur.

 

Presse:

Aktuelles und Post vom Ministerpräsidenten

Wiedermal wollen wir ein kurzen Abriss der aktuellen Situation aus unserer Sicht geben, ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen, eher eine allgemeine Beschreibung der aktuellen Lage wie wir sie sehen.

Darüber hinaus haben wir auch Post vom hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier bekommen. Ihn hatten wir angeschrieben um eventuell eine Brücke zu schlagen zwischen der FFH Aktion „Wünsche an den Ministerpräsidenten“ und den Gesprächen des TV Wallau mit dem Landessportbund bzgl. Förderung.

Hier unser Anschreiben an Ministerpräsidenten vom April und Volker Volker Bouffier’s Antwort vom Juli 2014.

Und zum Schluss der angekündigte Überblick, Kommentare auch auf Facebook willkommen:

Den aktuellen Stand zu beschreiben, unserer Meinung nach fast ein Ding der Unmöglichkeit. Zu eng ist alles miteinander verstrickt, zu viele Zähne und Rädchen die mittlerweile ineinander greifen.

Ende Juli hat der bis dato letzte Termin der Arbeitsgruppe zwischen Stadt und TVW stattgefunden.

Der TV Wallau muss zum wiederholten Male seine baulichen Vorstellungen des Raumbedarfs in Größe und Qualität konkretisieren und festlegen. Die Stadt hat nun einen Architekten beauftragt, der nun zeitnah den Ländcheshallenbau europaweit zur Ausschreibung bringen soll. Wir sind gespannt was da eigentlich ausgeschrieben wird. Desweiteren müssen die Vorstellungen der vertraglichen Konstellationen zwischen Stadt, Verein und Kreis konkretisiert werden. Der Sportplatz wird nicht umgesetzt, da auf die Ländcheshalle gewartet wird.

Ist das was Neues? Ja auf jeden Fall, man hat oder will nun zeitnah eine Ausschreibung in die Wege leiten. Und das, obwohl noch sämtliche rechtliche Fragen auch gerade mit Kreis und Verein überhaupt noch nicht einmal ansatzweise geklärt sind. Doch hier ist die einhellige Meinung, dass solche Ausschreibungen gut sind, und der richtige logisch folgende erste Schritt ist, um dann die weiteren zu gehen.

Klar ist auf jeden Fall, dass der TVW immer wieder den Raumbedarfs in Größe und Qualität konkretisieren und neu festlegen soll. Das Ziel sollte bekannt sein, mit jeder neuen Runde sollen die Anforderungen an den Baukörper reduziert werden. Das aktuellste Beispiel dafür ist die Reduzierung der Zuschauerkapazitäten aufgrund der aktuellen Entwicklung der Handballer. Das mag vordergründig logisch erscheinen, doch eine sich wiederholende Handballgeschichte in Wallau wird damit nicht gefördert. Das scheint die Stadt der Wallauer Abteilung Handball nicht zuzutrauen. Schade eigentlich, hat doch z.B. die SG Wallau maßgeblich den Stadtteil Wallau und somit die Stadt Hofheim durch Ihre Erfolge national und international bekanntgemacht und auch repräsentiert. Sportlich hatte die SG allemal das Zeug in der Dritten Liga zu bestehen, die sportliche Arbeit der Vereine funktionierte! Ob zukünftig alleine die sportlichen Voraussetzungen gegeben sein werden ist fraglich.

Unter dem Strich will die Stadt den Wallauern Ihr Sport- und Kulturangebot mit so geringem Aufwand wie möglich und lediglich mit den Minimalbedingungen ermöglichen. Mehr auch nicht. Eine Förderung und Investition in die Zukunft sieht unserer Meinung anders aus.
Soweit zur Ländcheshalle. Eine immer wieder gern vergessene Baustelle ist der Sportplatz. Seit langem vom TVW gefordert, beantragt und auch finanziert, wird dieser aufgrund der Verzahnung mit der Ländcheshalle seitens der Stadt nicht angegangen. Bedingt durch die Baumaßnahme Ländcheshalle ist eine Umsetzung des Kunstrasens nicht durchführbar, heißt es aus dem Rathaus. Ob das tatsächlich so ist, wir haben unsere Zweifel. Für den TVW bedeutet dies hingegen genau der Zustand indem wir uns befinden. Weil alles, Stadt, Kreis, TVW, Ländcheshalle, Schulturnhalle, Parklätze und Vereinsheim zusammenhängen geht nichts einzeln los. Dadurch kommt im Übrigen auch die enorme Gesamtsumme zustande sowohl für die Stadt als auch für den Verein. Was ist eigentlich zum Bekenntnis der Stadt geworden: „Als nächstes ist der Sportplatz in Wallau dran“?
Pressemitteilungen aus Wildsachsen lassen nichts Gutes ahnen. Es kommen Befürchtungen die Stadt könnte Ihr versprechen für Wallau nicht halten. Im Gegenteil, die anderen Stadtteile machen mittlerweile den TVW als Schuldigen aus, dass es bei Ihnen nicht vorangeht…

So weit, so gut. Die vermeintlich „laut schreienden Menschen“ haben sich im Übrigen in der jüngeren Vergangenheit nun schon längere Zeit nach außen hin sehr zurückgehalten, jetzt liegt es an den vermeintlich „Ruhigeren“ endlich mal mit positiven Nachrichten für Wallau hinter Ihren Schreibtischen hervor zu kommen – die Zeit drängt oder das Schild der historischen Sportstätten muss dauerhaft installiert werden.

Im Übrigen freuen wir uns immer sehr über die zahlreiche Unterstützung unserer Aktionen. Vielen Dank dafür. Freuen würden wir uns auch über zusätzliche Unterstützung in unserem Kernteam der Wallauer-für-Wallau. Wer hier sich engagieren möchte, seine Ideen einbringen möchte, seine vorhandenes Know How oder Erfahrungen, oder einfach nur Kontakte zu anderen möglichen Helfern herstellen kann ist gerne aufgefordert uns zu unterstützen. Bitte zögert nicht und nehmt dazu einfach mit uns persönlich oder unsere email info@wallauer-fue-Wallau.de Kontakt auf.

Konsequenzen des TVW Beschlusses – Juni 2014

Auf der Jahreshauptversammlung des TV Wallau am 25. Mai 2014 standen diverse Themen auf der Tagesordnung:

Es ging zum einen um die Wiedereingliederung der Handballer (SG) in den Gesamtverein, die Neubesetzung des Vorstandes, Beitragserhöhungen und letztlich auch um das Thema Ländcheshalle.

Details auch auf der Seite des TV Wallau.

Wir die IG interessieren uns natürlich hauptsächlich für den letzten Punkt, engagieren wir uns doch seit nun mehr über 1 1/2 Jahre in dieser Sache.

Eine Einschätzung der IG

Was bedeutet der Beschluss des TVW zur Ländcheshalle denn nun im letzter Konsequenz?

1. Die Mitgliedsbeiträge werden steigen. Und das teilweise nicht zu knapp, der Beitrag für zB Erwachsene steigt um fast 50% jährlich.

2. Der TVW hat die Absicht geäußert die derzeitige Hallenkapazität zu erhalten – sei es als Neubau oder Sanierung. Der Umfang des Bauvorhabens wurde definiert als 3-Feld-Halle (Ersatz Ländcheshalle), Umkleide Fußballplatz, Kunstrasenplatz, Tartanlaufbahn und Sportlerheim, sowie einem 4. Feld, welches im Detail finanziellen Zwängen angepasst werden kann/soll. Der Erhalt der Hallenkapazität ist auch unser vorangiges Ziel!

3. Formale Übernahme der Bauträgerschaft durch den TVW für das Gesamtvorhaben bei gleichzeitiger vertraglicher Übernahme der daraus resultierenden Risiken und operativen Verpflichtungen durch die Stadt Hofheim. Hier wird faktisch nur ein Formalismus erfüllt, um Fördergeldern von Land und Kreis beziehen zu können.

4. Formale Übernahme der Eigentümerschaft durch den TVW bei gleichzeitiger Beschränkung der finanziellen Haftung auf einen „langjährigen fixen Betrag“, den der TVW im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten selbst definiert. Hier wird faktisch nur ein Formalismus erfüllt, um Fördergeldern von Land und Kreis beziehen zu können.

5. Der TVW hat ein Rücktrittsrecht vom Hallenbau und nur den Bau des Kunstrasen mit Tartanlaufbahn fest zugesagt.

Auch wenn der TVW auf dem Papier Eigentümer wird, so ist diese Eigentümerschaft soweit eingeschränkt, dass der TVW vom eigentlichen Inhalt des Beschlusses her eine Art Pächter wird.

Utopische Forderung?

Basierend auf den letzten veröffentlichten Zahlen zu Halle und Sportplatz beträgt das Gesamtinvestitionsvolumen 11,3 Mio. EUR.

Hiervon hat die Stadt Hofheim 50% = 5,65 Mio. EUR (5 Mio. Halle + 0,65 Mio. Sportplatz) in den Haushalt eingestellt. Von den verbleibenden 50% soll der Kreis sich mit 1,632 Mio. beteiligen, als Ersatz für die Ersparnis bei Neubau / Sanierung der Schulturnhalle. Damit verbleiben 4,018 Mio. EUR für den TVW.
Die Förderung für den TVW durch Land beträgt etwa 0,2 Mio. und die durch den Kreis rechnerisch 0,867 Mio. EUR. Damit verbleiben beim TVW 2,951 Mio. EUR, die zu finanzieren sind. Ja, fast 3 Mio. EUR!!!!!

Bei 4% Zinsen, einer Laufzeit von 20 Jahren und einer kompletten Schulden-tilgung innerhalb dieser 20 Jahre bedeutet das eine jährliche Rate von etwa 215.000 EUR für den TVW.  Hinzu kommen die jährlichen Unterhaltungs-kosten, die für den Neubau noch nicht bekannt sind, aber derzeit für Ländcheshalle und Sportplatz bei 100.000 EUR jährlich liegen. Darin ist die Schulturnhalle nicht enthalten. D.h. die Größenordnung beträgt 300.000 EUR pro Jahr, die der TVW aufbringen müsste. Das sind 25.000 EUR im Monat. Ist das noch Gemeinnützig? Kann das noch von ehrenamtlich agierenden Personen bewältigt werden?

Da der TVW sich aber nur im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten beteiligen wird, liegt der jährliche Betrag viel niedriger vielleicht in der Größenordnung von 40.000 EUR im Jahr. Damit kann man einen Kredit von 600.000 EUR unter den o.g. Bedingungen bedienen. D.h. an den Investitionskosten kann man sich mit 600.000 EUR beteiligen, aber dann könnte man nichts mehr zum Unterhalt beisteuern.

Das wiederum bedeutet, dass auf Seite des TVW eine „Finanzierungslücke“ von 2,3 Mio. EUR klafft. Diese lässt sich mit Spendengeldern, Eigenleistungen und niedrigeren Baukosten verkleinern. Mit Eigenleistungen kann man vielleicht 0,1 Mio. EUR aufbringen, dann steht man bei einer Lücke von 2,2 Mio. EUR. Wieviel sich bei den Baukosten sparen lässt ist schwer zu sagen, das gleiche gilt für Spendengeldern.

Anzumerken ist das wir uns diese Zahlen nicht ausgedacht haben, sie stammen fast ausschließlich von öffentlich zugänglichen Quellen der Stadt:

Nach wie vor ungewisse Fördergelder

Darüberhinaus gibt es noch das Risiko, dass der Kreis sich nicht wie vorgesehen mit den rund 1,6 Mio. beteiligt. Ein weiteres Risiko ist, dass die Fördergelder des Kreises nicht in voller rechnerischer Höhe von 0,867 Mio. EUR fließen werden. Die höchste Einzelförderung des Kreises für eine Baumaßnahmen lag bisher bei etwa einer viertel Millionen EUR. Hier stehen also weitere rund 2,2 Mio. EUR im Risiko.

Fazit
Unter der Berücksichtigung von Finanzierungslücke des TVW und Risiko bei der Höhe der geplanten Beteiligung des Kreises darf man ein sehr abgespecktes 4. Feld erwarten. Wenn das so kommt dann stellt sich für den TVW die Frage nach dem Sinn an der Übernahme von Bauträgerschaft / Eigentümerschaft des Gesamtkomplexes. In diesem Fall muss man dann Alternativen untersuchen, die zum einen in der Renovierung / Sanierung der bestehenden Sportstätten bestehen könnten und zum anderen im Bau der Basislösung durch die Stadt bei gleichzeitigem Bau des Kunstrasens mit Tartanbahn durch den TVW und einer noch zu erarbeitenden Lösung für das 4. Feld, die dann sicher ohne die Stadt Hofheim gefunden werden muss.

Die finanziellen Vorstellungen der Stadt liegen einfach zu weit von einer realistisch umsetzbaren Beteiligung des TVW entfernt. Völlig unverständlich dass hier der Stadtteil der bereits mit großem Abstand am meisten in die leeren Stadtkassen einzahlt, ein weiteres Mal geschröpft werden soll. Pardon, nicht ein Stadtteil, sondern ein kleiner, ehrenamtlich geführter und gemeinnütziger Verein! Letztendlich wird erwartet das Vereinsmitglieder deutlich mehr zur Kasse gebeten werden, damit in Wallau überhaupt noch ein Sport-, aber auch Kulturbetrieb aufrecht erhalten wird. Beide zur Disposition stehenden Hallen stammen aus den 70er jahren, da hatte Wallau gerade mal 2.000 Einwohner. Jetzt wo wir doppelt soviele sind, soll die Kapazität beschnitten werden! Und das wie erwähnt unter den bekannten finanziellen Gegebenheiten, mehr dazu hier: Vorweihnachtliche Verwunderung. (nur weil man immer wieder darauf hinweist, wird es nicht unwahr! Die Zahlen spiegeln nach wie vor die Realität wieder)

Zudem drängt sich uns hier wieder der Vergleich mit dem TV Hofheim auf, in Augen der Stadt Hofheim dem Vorzeigeprojekt in Sachen Sportstättenbau. (An dieser Stelle sei wieder erwähnt, das wir den TV rein im kaufmännischem Vergleich heranziehen, wir respektieren die Arbeit des TV Hofheim und gönnen dem TV Hofheim seinen Erfolg!)

Der TV Hofheim hat sich mit 10 % an den Kosten beteiligt. Das waren nach Abzug der Fördergelder  ca. 200 TSD Euro. Zusätzlich musste der TV Hofheim aufgrund angefallener Mehrkosten einen Kredit in Höhe von 100 TSD Euro aufnehmen. Darlehensgeber ist die Stadt. Der TV Hofheim hoffte diesen Kredit innerhalb von 3 Jahren zurückzahlen zu können. Das stellte sich aber als unmöglich heraus, die Zinsbindungfrist und Laufzeit wurde nun auf 10 Jahre verlängert.

Sollte diese nicht als Beispiel dienen wie schwer es für einen Verein, ist Gelder zu generieren ? Der TV Hofheim hoffte diesen Kredit kurzfristig in 3 Jahren mit Eigenkapital und Spendengeldern zu tilgen, daraus wurde jedoch nichts, und das bei Hofheims größtem Verein mit ca. 2400 Mitgliedern !

Wie kann da die Stadt Hofheim fordern, dass sich der TV Wallau nach Abzug der Fördergelder mit ca. 3 Mio beteiligen soll? Hier sieht doch jeder mit gesundem Menschenverstand, dass das nicht gehen kann. Ein Verein mit der hälfte der Mitglieder soll das 13 fache an Kapital stemmen. Das müsste man doch selbst in Hofheim erkennen können. Zudem kann Wallau auch relativ wenig dafür, das es zu diesem Investitionsstau von insg. über 11 Mio EUR gekommen ist. Was jahrelang sträflich vernachlässigt wurde scheint nun eben marode zu sein. 

Beschlussvorlage der JHV

Die Jahreshauptversammlung des TV Wallau 1861, e.V. am 25.05.2014 möge folgendes beschließen:

1. Die Jahreshauptversammlung stimmt einer Erhöhung der Mitgliedsbeiträge ab dem 01.01.2015 zu und zwar mit einem Jahresbeitrag von
60,- € für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren (bisher 50,- €)
84,- € für Erwachsene (bisher 60,- €)
174,- € für Familien (bisher 160,- € für 2 Erwachsene mit mindestens einem Kind oder 1 Erwachsener mit mindestens 2 Kindern)
Der Beitrag für passive Mitglieder bleibt unverändert bei 30,- €.

2. Der TV Wallau ist bereit, sich zur Aufrechterhaltung des Sportangebotes in Wallau an einer Neuerstellung bzw. Erhaltung der Sportstätten sowie an dem Bau eines Kunstrasens mit Tartanlaufbahn gemäß den nachstehenden Punkten an einem gemeinsamen Vorhaben mit der Stadt Hofheim und dem Main-Taunus-Kreis zu beteiligen.
a. Das Vorhaben umfasst
i. die Herstellung einer normgerechten 3-Feld-Halle mit ca. 400 Sitzplätzen,
ii. die Herstellung oder Erhaltung eines 4. Feldes, dessen Verwirklichung und Ausprägung nach den in den Detailplanungen gewonnenen Erkenntnissen bezüglich Raumplanung und Finanzierung festgelegt wird,
iii. den Umbau der bestehenden Freiluftanlage in einen Kunstrasenplatz (nach den Regeln der sog. „Kunstrasenoffensive“ der Stadt Hofheim) mit einer 400 m Tartanbahn
iv. die Integration des Umkleidetrakts für den Freiluftsport in den neuen Hallenkomplex,
v. die Integration des Sportlerheims in den neuen Hallenkomplex in der gleichen Größe wie das im Moment vorhandene, hilfsweise den Erhalt des Sportlerheims (jeweils mit der Möglichkeit, dieses durch die Abteilung Fußball des TV Wallau zu bewirtschaften und zu vermieten).

b. Der TV Wallau ist bereit, die Bauträgerschaft des Gesamtvorhabens unter den folgenden vertraglich im Detail noch festzulegenden Rahmenbedingen zu übernehmen:
i. Unterstützung bei der Generierung der Fördergelder von Land, Kreis, Verband und Stadt durch die Stadt.
ii. Operative Durchführung des Hallenbaus und der Sportplatzsanierung durch die Stadt Hofheim.
Der TV Wallau wird sich im Rahmen seiner Möglichkeiten mit einem Team von 2 – 3 Personen an der Bauleitung beteiligen.
iii. Freistellung des Vereins von den wirtschaftlichen Risiken (Haftung, etc.) und Folgekosten aus der Bauherrnstellung.

c. Der TV Wallau ist bereit, den neuen Sportkomplex in sein Eigentum zu übernehmen und zwar unter den folgenden vertraglich im Detail noch festzulegenden Rahmenbedingen:
i. Auf Basis der finanziellen Möglichkeiten definiert der TV Wallau (intern) einen langfristig fixen Betrag, den er insgesamt für die Bau- und Betriebskosten des gesamten Sportkomplexes einbringen kann; das Präsidium wird ermächtigt, die Höhe des Betrages nach den Regeln ordnungsgemäßer Haushaltsführung und der Berücksichtigung der regelmäßigen Einnahmen und für den Vereinsbetrieb notwendigen Ausgaben festzusetzen.
ii. Darüber hinausgehende Folgekosten aus dem Eigentum (insbesondere Baufolgekosten, Unterhalts-, Haftungs- und Betriebskosten) dürfen für den Verein keine zusätzlichen finanziellen Aufwendungen verursachen.

d. Sollte sich im Zuge des Bauvorplanungsprozesses herausstellen, dass der TV Wallau personell oder finanziell nicht in der Lage ist, das Gesamtvorhaben durchzuführen, oder dass der Beitrag des TV Wallau zur Realisierung des Gesamtvorhabens nach Ansicht der Stadt Hofheim nicht ausreicht, kann er von dem die Halle(n) betreffenden Teilvorhaben zurücktreten, ohne dass ihm hierzu erhebliche Nachteile jedweder Art entstehen. Unberührt davon bleibt das Teilvorhaben „Kunstrasenplatz mit Tartanbahn“; dieses wird auch im Falle eines Rücktritts vom Teilvorhaben „Hallenbau“ gemäß den Regeln der „Kunstrasenoffensive“ durchgeführt und das heute bestehende Fußballerheim bleibt in seiner Funktion erhalten.

 

Anfragen STVV Feb 2014

Mit Spannung erwarten wir die Antworten auf eine Anfrage der Fraktion der Linken, die auf der Stadtverordnetenversammlung am morgigen Mittwoch den 12.2. vom einzigen Mitlgied Herr Hausmann vorgetragen werden wird.

Er legt damit den Finger genau in die Wunde, die die IG auch schon seit längerer Zeit bemängelt: Laut den zuletzt im November seitens des Magistrats vorgelegten Protokollen fanden diverse Gespräche zwischen Stadt und Kreis statt und gaukeln so ein Vorankommen in der Frage nach Beteiligung des Kreis vor. Doch das alles blieb letztlich ohne Ergebnis, denn der Kreis hat ja, wie auch aus der Presse zu entnehmen war, für 2014 keinerlei Gelder für einen Hallenbau in Wallau eingestellt!

Anfrage der Linken
Mit Verwunderung haben wir aus der Presse entnommen, dass im Entwurf des Kreishaushalts für 2014 keinerlei Mittel für den Neubau der Ländcheshalle auf dem kreiseigenen Gelände der Taunusblickschule vorgesehen sind.Deshalb frage ich den Magistrat:

1. Was wurde in den Gesprächen vereinbart, die der Magistrat mit dem Kreisausschuss über den Neubau der Ländcheshalle geführt hat?

2. Welche schriftlichen Vereinbarungen wurden dazu zwischen dem Kreis und der Stadt getroffen?

3. Der Magistrat wird gebeten, der Stadtverordnetenversammlung die Vereinbarungen mit dem Main-Taunus-Kreis zur Kenntnis zu geben.

Ins gleiche Horn blasen übrigens auch die freien Wähler , die mit ihrer Anfrage „Zuschüsse beim Neubau der Ländcheshalle“ ähnliche Fragestellungen an den Magistrat haben:

Anfrage der FWG
In den Protokollen des Lenkungsausschusses (erstellt von der Verwaltung) findet sich an mehreren Stellen der Hinweis, dass sich der Kreis beim Neubau der Ländcheshalle mit 10% der Bausumme an der Finanzierung beteiligt. Die gleiche Aussage wurde von Magistratsvertretern gemacht. Nach jüngsten Berichten in der Presse sieht der Kreis jedoch keinen Anlass, sich finanziell an der Finanzierung der Halle zu beteiligen. Im Kreisetat sind dafür auch keine Mittel eingestellt.Wir fragen daher den Magistrat:

1. Wurden seitens des Kreises gegenüber der Stadt zum Vorhaben Ländcheshalle Zusagen gemacht zur finanziellen Beteiligung?

2. Wenn ja, erfolgten diese schriftlich oder bei der Teilnahme in einer Sitzungsrunde des Lenkungsausschusses? Oder bei anderer Gelegenheit?

3. Wenn keine Zusagen gegeben wurden, wieso rechnet die Stadt mit 10% der Bausumme als Zuschuss?

Quellen:

Aktuelle Lage und Pressefreiheit Jan-2014

In unserer diese Woche veröffentlichen Pressemitteilung gehen wir zum einen auf die aktuelle Situation nach der Winterpause ein, zum anderen nehmen wir aber auch Stellung zu der nun schon seit längerer Zeit disktutierten Presse- und Meinungsfreiheit. Zwar haben wir uns abgewöhnt, zu sämtlichen in der Presse erschienen Artikel Stellung zu nehmen, auch wenn diese aus unserer Sicht die Sachverhalte noch so falsch darstellen sollten.

Bei der aktuellen Diskussion rund um das Thema Presse- und Meinungsfreiheit und die darin oft Richtung Wallau bzw. IG geäusserten Vorwürfe denken wir aber das es an der Zeit ist, mal einiges klar zu stellen. Fakt ist, das die IG mit den Vorwürfen wie sie in der Presse zu lesen sind nichts zu tun hat!

Mehr dazu im Pressetext: Pressemitteilung der IG 20140121

Vorwurf: Wallauer wollen Pressefreiheit abschaffen
Ausserdem möchten wir zu den aktuellen Diskussion rund um die Berichterstattung um die Ländcheshalle und die Pressefreiheit noch folgendes beitragen, was auch einmal den rechtlichen Sachverhalt der Pressefreiheit ins rechte Licht rückt.
Wer die Pressefreiheit bemüht dem sei auch gesagt, dass diese auch durch das Grundgesetz Artikel 5 Absatz 2 eingeschränkt wird. So mag – im konkreten Fall – eine pauschale Aussage, dass manche Wallauer am liebsten die Pressefreiheit abschaffen möchte, der eine oder andere als Verletzung seiner persönlichen Ehre oder gar als Verleumdung betrachten.Die Pressefreiheit wird im Grundgesetz nicht garantiert, damit Journalisten unter diesem Deckmantel eine Minderheit – in diesem Fall die Wallauer – verunglimpfen dürfen, sondern vielmehr aufgrund der historischen Vorkommnisse im Bezug auf die Zensur der Berichterstattung.

Das sind zwei seeeeeeeeehr unterschiedliche Dinge, Zensur durch den Staat auf der einen Seite, und der Glaube unter dem Deckmanter der Pressefreiheit schlecht recherchierte und einseitige Berichterstattung über ein lokales Thema vornehmen zu können.

Die Kernaussage ist die Beschränkung der Pressefreiheit dort, wo die Grundrechte anderer verletzt werden. Journalisten stehen damit laut Grundgesetz also nicht über dem Rest der Bevölkerung, sondern nur zwischen ihnen. Das sei allen gesagt, die die Pressefreiheit als Freibrief betrachten und sich hinter ihr verstecken wollen.Kritik an Pressevertretern fällt übrigens auch unter Artikel 5 des Grundgesetrzes und dem dort verbrieften Recht auf freie Meinungsäusserung. Auch dieses findet seine Schranken in den Rechten anderer. Somit muss aber jeder Pressevertreter sich wohlformulierter Kritik stellen und die Zeitungen tun gut daran Lesermeinungen zu veröffentlichen, die eine andere Meinung repräsentieren, um sich nicht selbst dem Vorwurf der Zensur auszusetzen.

Artikel 5
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

Leserbrief Alex Huskies 20.11.2013

Im folgenden ein Leserbrief des Wallauers Alexander Huskies zur aktuellen, doch sehr einseitigen und für Wallau nicht gerade positiven Berichtersattung und den seitens der hofheimer STV geschaffenen Tatsachen. Abgedruckt wurde dieser Brief im Wiesbadener Kurier.

Sehr geehrte Damen und Herren,Ihre Berichterstattung hinsichtlich des Falls »Ländcheshalle« ist so, wie die Stadt Hofheim es gern hat: tendenziös und fehlerhaft.Die Ländcheshalle ist zunächst einmal KEINE Sporthalle, sondern eine Kulturhalle UND Sporthalle, die vor Wallaus Eingemeindung errichtet wurde und die unter Hofheims Verwaltung nie umfänglich renoviert und auch nicht gut gepflegt wurde.

Nun will Hofheim die Verantwortung und einen großteil der Kosten abgeben – an einen einzelnen Verein. Dazu bezeichnet die Stadt die Wallauer Halle nur noch als Sporthalle und sucht sich den Turnverein als Zwangsverhandlungspartner und Sündenbock heraus. Das ist in etwa so, als hätte sie das Chinoncenter von Edeka bezahlen lassen und überlasse dieser Firma auch das Gesamtmanagement. An das Gemeinwohl denkt niemand, aber genau darum geht es bei einer Kultur- und Sporthalle zwingend. Wenn überhaupt, wäre der Vereinsring ein Ansprechpartner, da in ihm alle Vereine Wallaus vertreten sind und von dem man am ehesten eine gerechte Hallenbelegung erwarten könnte.

Außerdem zeigt Hofheim hohes Interesse, das bisherige Ländcheshallen-Grundstück zu veräußern und damit den eigenen Anteil an den Baukosten der neuen Halle zu reduzieren. Außerdem kann Hofheim durch etwa vierzig neue Wohnhäuser auch langfristig durch Steuern daran verdienen.

Kurz gefasst: Geld einsparen UND mehr Geld verdienen, das ist das Konzept. Und für ein Mehr an Bevölkerung ein Weniger an Angeboten, denn die neue Halle wird selbst dem aktuellen Bedarf kaum gerecht.

Und wenn sich Vertreter Hofheims oder anderer Hofheimer Stadtteile mokieren (»Wir geben nix«), sei daran erinnert: Wallau ist seit über 40 Jahren Nettozahler für den Finanzausgleich der »Kreisstadt im Grünen«. Hier geht es um viel mehr als um eine simple Sporthalle. Hier geht es um Gerechtigkeit.

MfG
Alexander Huiskes

Kein Geld vom Kreis für LH – 20.11.2013

Hat Herr Exner sein Versprechen gebrochen? Das fragt sich zumindest der Grünen-Sprecher Daniel Philipp. Weiterhin wird Philipp heute im Höchster Kreisblatt wie folgt zitiert: „Mehrfach hat Herr Stadtrat Exner im Bürgermeisterwahlkampf versprochen, dass er dafür sorgen werde, dass der Kreis sich am Neubau der Sporthalle in Wallau schon in 2015 beteiligen werde“. Doch nun kommt anscheinend doch alles anderes.

Logo_mtkBei der ersten Lesung des Kreisetat am Dienstagabend war jedenfalls von keinerlei Posten für den Hallenneubau in Wallau die Rede. Was die IG schon seit Wochen betont, ist nun endlich öffentlich: Die vom Magistrat vorgelegten Gesprächsprotokolle über die Verhandlungen mit dem Kreis sind eine Farce, gaukeln sie doch eine Abstimmung vor, die in dieser Form nie stattgefunden hat.

So jedenfalls stellt sich die Situation nun dar, was auch der Landrat höchst persönlich klarstellt: „Die Stadt Hofheim ist ein unzuverlässiger Partner in dieser Frage“, teilte Landrat Michael Cyriax (CDU) jetzt auf Nachfrage mit. Der Kreis habe sich bereit erklärt, der Stadt das Grundstück zur Nutzung zu überlassen, damit diese oder Dritte darauf eine Sporthalle errichten können.“ Und Cyriax weiter: „Wir gehen davon aus, dass der Schulsport in dieser neu zu schaffenden Halle unentgeltlich stattfinden kann“. Woher stammen also die rund 1,6 Mio Euro die der Magistrat bereits im September vollmundig in ihrer großen Vorlage Nr. 135 Anlage 16 präsentiert hat.

Dazu schreibt der Wiesbadener Kurier heute folgendes:
Weitere Finanzierungsfragen stünden aus seiner Sicht derzeit nicht an, „da die Stadt seit rund einer Dekade Kreise und Pirouetten vollführt, sodass allen Beteiligten schwindelig wird“. Er wolle auch nicht ausschließen, „dass Hofheim nach gefühlten 35 Planungsvarianten auch wieder ganz neue Überlegungen anstellt“, so Cyriax.

Daniel Philipp ist gespannt wie das Ganze nun weitergehen soll, eine Antwort darauf hat er offensichtlich nicht. Wie auch?! Jedoch hat Exner anscheinend eine, betont er laut Kreisblatt, das die Stadt notfalls den Bau auch erst einmal allein stemmen könne. Die Halle habe jedenfalls Vorrang vor der neuen Stadtbücherei. Also liegt es doch wie schon mehrfach von uns betont nicht daran, das Hofheim kein Geld hat, sondern eher an der Priorisierung der verschiedenen Maßnahmen!

Das sind jedenfalls sehr gespannt ob die Stadt den Bau tatsächlich auch alleine vorantreiben wird!

Alles in allem bleibt fest zuhalten, das

  • der Magistrat seine Stadtverordneten und auch die Bürger nicht transparent informiert und teilweise sogar bewusst Tatsachen falsch darstellt
  • es mit dem Kreis KEINE belastbaren Absprachen bzgl. einer finanzielle Beteiligung gibt und dieser demnach auch keine Gelder im Haushalt 2014 aber auch 2015 vorgesehen hat. Dies wurde vom Magistrat vor allem in der Vorlage 135 noch ganz anders dargestellt
  • das die IG diese Tendenz schon seit langem erkannt hat, wir aber leider, wie so oft, nicht das nötige Gehör finden. Wir hatten den die Mitgliedern des HFBA sowie alle Stadtverordneten mit diesem Schreiben nochmals in Stichpunkten informiert, trotzdem aber kam es jetzt zum Beschluss der Basislösung. Leider!

Presse-Artikel:

 

 

Die Causa Langenhain

Auf der Stadtverordnetenversammlung am 14.11.2013 wurden brisante Details des Vertrages zwischen Stadt und TGS Langenhain bezüglich des dortigen Hallenneubaus bekanntgeben. Schon lange betonte die IG, das bei der einzig annähernd vergleichbaren Halle in Langenhain seinerzeit ganz andere Maßstäbe angesetzt wurden, als es jetzt in Wallau im Fall der Ländcheshalle LH der Fall ist. Und dieser Verdacht wurde jetzt öffentlich und höchst eindrucksvoll bestätigt.

Der Vertrag aus dem Jahre 1994 sieht folgendes vor:

  • Die TGS Langenhain erhielt für das Grundstück der alten Halle an der Straße Richtung Lorsbach 825.000€ von der Stadt
  • Davon gingen 595.000€ als sogenannter „Eigenanteil“ wieder zurück an dis Stadt.
  • Die Differenz von 230.000€ gingen in die Vereinskasse
  • Die Stadt verpflichtete sich weiterhin, der TGS ein Wohn- und Geschäftshaus mit insg. 179m² Fläche zu errichten, Gesamtwert ca. 300.000€. Dieses wird bis heute als Mietswohnung und verpachtete TGS Vereinsheim genutzt und erbringt dem Verein Mieteinnahmen.
  • Das bereitgestellte, neue Grundstück ging ebenfalls in den Besitz des langenhainer Vereins über.
  • Zudem übernahm die Stadt alle Versicherungskosten für die neue Halle und übernahm auch gleichzeitig, vertraglich zugescihert, alle Unterhalts- und Instandhaltungskosten.

Wir lehnen uns wahrscheinlich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn wir behaupten, das dies ein Vertrag ist, dem auch der TV Wallau zustimmen würde.

Anmerkung: Bei Vergleichen mit anderen Stadtteilen geht es uns nicht um Neid oder Mißgunst. Wir gönnen ausdrücklich jedem anderem Stadteil bzw. Verein seine Errungenschaften. Uns geht es dabei lediglich um Transparenz in den von der Stadt selbst geforderten Vergleichen. In diesem Fall freuen uns für den tollen Deal in Langenhain und wünschten uns sowas auch in Wallau. Es sollten eigentlich ALLE gleich behandelt werden – dies scheint jedoch in Hofheim leider anders gehandhabt zu werden!

Leserbrief Gabi Schuchardt 8.11.2013

Wir erhielten den folgenden Leserbrief als Reaktion auf den Artikel 08.11. -HZ- Beschluss für Dreifeldhalle

Vorweg sei gesagt: toll, was der TV 1860 mit der Renovierung seiner Sporthalle auf die Beine gestellt hat!

Zum „Beigeschmack“ der sich einmal mehr bei mir einstellt, wenn die HZ über diese Halle berichtet: warum muss immer der Vergleich mit der Wallauer Ländcheshalle gezogen werden? Die Situation der beiden Vereine ist nämlich keinesfalls vergleichbar:

Mitglieder TV 1860 : 2400, Mitglieder TV Wallau 1500; der TV 1860 bringt 107.000 Euro auf, an der Finanzierung einer neuen Halle in Wallau soll sich der TV Wallau mit 3.000.000 Euro ( das 20-fache!!!!! oder pro Mitglied TV 1860: 44,60, TV Wallau: 2000,- ) beteiligen. Der TV 1860 hat das Glück, einen entsprechen versierten Vereinschef zu haben, der eine solche Umbauaktion mit Fachwissen und endlosen Stunden koordinieren kann. Glück für den TV 1860, großes Lob an den engagierten Vorsitzenden. Aber diesen Glücksfall als Maßstab für andere Vereine anzulegen, ist mehr als unfair….

Und: der TV 1860 erhält ohne Kostenbeteiligung zusätzliche Hallenflächen (eine zusätzliche 3-Feld-Halle, also geschätzt mehr als eine Verdoppelung der Fläche) an der neuen Brühlwiesensporthalle. Wenn wie aktuell wohl von der Stadt geplant in Wallau nur eine 3-Feldhalle gebaut wird, verliert der TV Wallau 25 % seiner bisherigen Fläche.

Muss ich das noch weiter kommentieren oder erschließt sich der in Wallau vorherrschende Frust nun allen Lesern?

Dass im Haupt-und Finanzausschuss diese Woche eine gemeinsame Vorlage von CDU und SPD beschlossen wurde und die Stadtverordnetenversammlung nächste Woche diese Vorlage wohl auch beschliessen wird, ist ein Affront gegen die Wallauer: auch die Ehrenamtlichen des TV Wallau haben viele Stunden in die bisherige Planung gesteckt und Vorschläge erarbeitet – die aber offensichtlich niemanden interessieren, denn die Gespräche wurden im Frühsommer beendet und nach Vorliegen des Finanzierungsmodells des TV Wallau auch nicht wieder aufgenommen. Konstruktive Zusammenarbeit sieht anders aus …

Gabi Schuchardt
Wallau


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