Offener Brief von Helmut Paul an Hofheimer STVV 13.11.2012

In seinem offenen Brief an die Hofheimer Stadtverordneten deckt der Wallauer Helmut Paul einige historische Gegebenheiten auf.

Helmut Paul
65719 HofheimAn-den Magistrat der Stadt Hofheim- Frau Bürgermeisterin Stang als Kämmerin
– die Stadtverordneten des Hofheimer Stadtparlaments
-den Landrat des Main-Taunus-Kreises
-alle Fraktionen des Wallauer Ortsbeirats

-das Präsidium des TV Wallau
-Vereinsring Wallau, z.Hd. Herr Majo Stoll (1.Vorsitzender)

 

Wallau, den 13.11.2012

Finanzielle Beteiligung des TV Wallau am Bau einer Sport- und Kulturhalle
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Stang,
sehr geehrte Damen und Herren,

von einer finanziellen Beteiligung des TV Wallau, am Bau einer Sport- und Kulturhalle, kann ich nur abraten. Das Gleiche gilt für die Übernahme der Bauträgerschaft.

Ich halte beides auch für nicht erforderlich.

Aus folgenden Gründen:

Die Stadt Hofheim hat eine funktionstüchtige Halle in Wallau regelrecht herunterkommen lassen und in diese nie viel investiert. Noch nicht einmal notwendige Dinge wurden instand gehalten. Dies ist nicht das Verschulden des TV Wallau sondern wurde durch die Stadt Hofheim verursacht. Warum soll dann heute der TV Wallau für etwas bezahlen was die Stadt verursacht hat?

Die Stadtkasse in Hofheim wurde, im Verhältnis zu anderen Stadtteilen, von Wallau aus immer sehr gut gespeist. Einmal abgesehen von dem erheblichen Gewerbesteueraufkommen wurden auch durch zahlreiche Landverkäufe erhebliche Summen vereinnahmt.

So wurde z.B. im Zuge des ICE-Trassenbaus in Wallau eine Fläche von ca. 3,0 Hektar (für geschätzte ca. 400.000-500.000 DM) an Trassenfläche an die DB (Deutsche Bahn) verkauft  Die etwa gleiche Fläche wurde nochmals außerhalb der Trassenfläche (für geschätzte ca. 300.000/400.000 DM) ebenfalls an die DB verkauft. Die von der Stadt an die DB verkauften Flächen stammen überwiegend aus landwirtschaftlichen Wegeparzellen.

Auch durch andere Bauvorhaben (z.B. Aldi, Lidl, Sippel, Mobau , Ikea etc.) wurden seitens der Stadt erhebliche Summen für den Verkauf von landwirtschaftlichen Wegen (z.B. Friedhofsweg) vereinnahmt. Für Erdablagerungen am Wiesbadener Kreuz wurde eine erhebliche Summe von der DB gezahlt, die bis heute noch nicht für Wallau eingesetzt wurde.

Durch die jahrelange Vermietung der „Alten Schule“ hat die Stadt erhebliche Mieteinnahmen von der Firma IKEA erhalten. Die Stadt hat ein, der ehemaligen Gemeinde Wallau vermachtes Haus, das „Haus Elly“ veräußert  und den Kaufpreis ebenfalls eingenommen.

Wallau hat mit der „Ländcheshalle“ und der „Schultunhalle“ zwei funktionstüchtige Hallen, die den sportlichen Bedürfnissen hier gerecht werden. Die Politik (Ortsbeirat, Stadtverordneten und Kreis) haben entschieden dass eine Renovierung dieser Hallen, obwohl dies möglich wäre, nicht gewünscht wird. Warum soll hierfür der TV Wallau bezahlen?

Zunächst einmal ist der Zustand zu erhalten, der vor Ort vorgefunden wird. Wenn hieran etwas verändert werde soll, ist die Finanzierung Sache desjenigen, der diese Veränderung möchte. Wenn Stadt und Kreis eine neue Halle bauen möchten um das Gelände der „Ländcheshalle“ attraktiv als Baugelände verkaufen zu können,  sollten sie auch die Kosten für eine neue Halle tragen.

Es ist alles andere als fair, hier wiederum einen finanziellen Vorteil auf Kosten der Wallauer zu erringen und massiv gegen den Vereinssport vorzugehen.

Als Wallauer Bürger und langjähriges Mitglied des TV Wallau wende ich mich hiergegen mit aller Entschiedenheit!

Der TV Wallau darf sich nicht das aufladen lassen,  was die Politik entscheidet. Wenn sich Stadt und Kreis keinen Neubau leisten können, der dem entspricht was Wallau heute hat, sollen sie endlich ihrer Verpflichtung nachkommen und die vorhandenen Hallen renovieren.

Mit freundlichen Grüßen
Helmut Paul

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