Bericht: Vorstellung der Bebauungsplan Änderung am 25.2.2015

Das abgesperrte 1. Drittel der Ländcheshalle war gut gefüllt, ca. 200 Wallauer fanden den Weg in die Halle und nahmen an der Vorstellung der Bebauungsplanänderung Nr. 140 in Sachen Ländcheshallenneubau teil.

15 Minuten vor Beginn

15 Minuten vor Beginn

Viele bekannte Gesichter

Unter den Anwesenden waren Vertreter aus fast sämtlichen Bereichen: Darunter die Mitglieder des OBR Ströhmann, Piazzi, Vogt, Tresbach und natürlich Ortsvorsteher Benjamin Hauzel, die Direktorin der Taunusblickschule Frau Benig sowie Lehrer Giersieven, Bodo Tadewald als Mitglied der Hofheimer Stadtverordnung, der komplette Vorstand des TV Wallau Fritz Kuhnhenn, Michale Kage und Roswitha Kleber, sowie zahlreiche Vertreter der diversen Abteilung wie Fußball, Tischtennis und Turnen & Leichtathletik. Lediglich die Vertreter des Handballs waren offensichtlich verhindert. Neben ein paar Vertretern der lokalen Presse bildeten die Waller Wespen die wohl stärkste Fraktion.

Die Stadt entsandt Magistratsmitglied und Baudezernent Wolfang Winckler, der auch größtenteils durch den Abend führte, sowie Gebhard Dick als Leiter des Fachbereichs Bau und Umwelt, Hans-Marc Kachstein vom Bereich städtische Planung und den Schallexperten Dr. Frank Schaffner.

Agenda

Nach der Begrüßung durch Wolfgang Wickler stellte Herr Kachstein die Agenda vor, die wesentlich aus den folgenden 3 Punkten sowie einer anschließenden offenen Fragerunde bestand:

  • Formaler Ablauf des Änderungsverfahren
  • Ausgangssituation
  • Konzept des Bebauungsplan

Alle auf dem Online-Auftritt der Stadt veröffentlichen Dokumente dazu auch hier:

Der formale Ablauf wurde von Herr Kachstein skizziert, dieser besteht aus allen formaler Schritten die bei Änderungen an Bebauungsplan laut Stauten einzuhalten sind.

Im Anschluss stellt Dr. Schaffner das von seinem Büro erstellte Lärmgutachten vor, was den noch nicht feststehenden Baukörper der LH außen vor ließ und sich hauptsächlich um die Zu- und Abfahrten und den neu entstehenden Parkplatz drehte. Seiner Einschätzung nach entständen durch die ca. 55 Stellplätze am hinteren Ende des heutigen Sportplatzes keine ernst zunehmenden Lärmbelästigungen. Ein Wall oder eine Lärmschutzwand sowie diverse andere Vorkehrungen direkt an oder mit den neu geplanten Wohneinheiten entkräften seiner Meinung nach alle Bedenken in dieser Richtung.

Herr Kachstein fuhr anschließend fort und stellte das Konzept, also die neuen Grenzen des Bebauungsplans im Detail vor, zeigte auf wo die Zufahrt vom neuen Parkplatz zur Halle laufen soll.

Fragestunde

Die komplette Präsentation war nach ca. 30 Minuten beendet und man ging zur Fragestunde über. Ein Großteil der Fragen ging im Prinzip am Thema Bebauungsplan-Änderung vorbei und zielte mehr auf andere Dinge.

Michael Becker stellt seine Fragen

Michael Becker stellt seine Fragen

So fragte Michael Becker, F-Jugend Trainer beim TVW, ob denn nach den jetzigen Erkenntnisessen wirklich zwingend der Sportplatz als Baustofflager und Zufahrt genutzt werden müssen. Herr Winckler, der auch den Großteil der Fragen beantwortet, stellte klar, dass diese Frage erst nach Abschluss der Architektenplanung abschließend beantwortet werden könne. Michael Becker brachte dann noch die Beispiele, dass unter anderem in Wiesbaden die neue Halle am Platz der deutschen Einheit auch nicht dazu führte, dass die Schwalbacher Straße oder gar das Gelände der Elly-Heuss-Schule als Baustofflager genutzt werden musste, und am Frankfurter Flughafen eine Landebahn neu entstanden ist, ohne dabei den laufenden Flugverkehr in irgendeiner Weise zu beeinträchtigen. Warum also kann man dann nicht in Wallau eine Halle in gleicher Weise errichten. Michael Becker befürchtet den Kollaps der kompletten Fußball Abteilung.

Dann stellte Winckler jedoch auch noch klar, dass es am Ende auch eine Frage der Finanzen sei, ob man Just-In-Time die Baustelle beliefern könne oder die eben deutlich günstigere Variante mit der Lagereinrichtung wählen würde.

Später erklärte Winckler zudem das er von einer Bauzeit von 18 bis 24 Monaten ausgeht, wie lange dabei der Sportplatz, der ja dann selbst noch ca. 6 Monate in einen Kunstrasen umgebaut werden soll, stillgelegt sein, stünde noch in den Sternen.

Die Frage, wann denn das Bebauungsplan Verfahren abgeschlossen sein sollte beantwortete Winckler mit Herbst 2015. Am 30. September sollen die Änderungen final bekanntgegeben werden. Vor der Sommerpause bereits sollen aber die Planungen der Architekten abgeschlossen sein, so dass man sich dann mit der Finanzierung der 3 Varianten beschäftigen könne. Diese sind

  • 3 Feldhalle
  • 3 Feldhalle plus Multifunktionsraum
  • 4 Feldhalle

Auf die Frage warum denn die Umkleiden und das Vereinsheim der Fußballer Bestandteil dieser Bebauungsplan Änderung sind antwortete Winckler, das man sich hier alle Optionen offen halten wolle. Zudem sollen anscheinend die Umkleiden in den neuen Hallenkörper integriert werden, so dass die alten Kabinen inkl. der Lagerräume wohl der Abrissbirne zum Opfer fallen werden.

Baubeginn 2016? Eher nicht!

Der Bebauungsplan des alten LH Grundstückes werde erst parallel mit dem Baubeginn der neuen Halle geändert, dafür wäre dann ja genug Zeit, da die alte Halle auf jeden Fall solange erhalten bleibt, bis die Neue steht. Das ist ja schon mal was!!!! Geplant ist auf dem alten Gelände ebenfalls eine Wohnbebauung. Apropos, es gab viele überraschte Gesichter ob der neuen und bis dato geheim gehaltenen  Wohnbebauung hinter der Kita Regenbogen. Viele der Anwesenden erfuhren wohl erst im Rahmen dieser Veranstaltung davon!

Der Vorsitzende der Wählergemeinschaft stellte den möglichen Beginn 2016 in Frage

Der Vorsitzende der Wählergemeinschaft stellte den möglichen Beginn 2016 in Frage

Winckler erwähnte zudem einen möglichen Baubeginn der neuen LH bzw. Kunstrasen bereits 2016. Auf die Nachfrage des Vorsitzenden der Wählergemeinschaft Wallau, Mario Kleber, erklärte Winckler, dass es natürlich zu Verzögerung kommen kann wenn wichtige Details, wie zum Beispiel die Generierung von Fördermitteln von Kreis und Land noch nicht abschließend geklärt seien. Kleber stellte klar, dass diese Aussage reine Augenwischerei sei. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der TV Wallau den Antrag auf Landesfördermittel fristgerecht bereits für das Jahr 2015 eingereicht hatte. Dieser wurde aber von der Stadt aufgrund der von ihr gewollten Verknüpfung von Halle und Sportplatz nicht an den Kreis weitergereicht (der Kreis reicht dann pro Jahr einen Antrag aufgrund einer Prioritätenliste an das Land weiter).

Eine öffentliche Info-Veranstaltung über den neuen Baukörper folgt sobald die Planungen vorliegen!

Presse:

Hobelheck oder Gewann?

Zuletzt sei noch festgehalten das nach unseren Recherchen das Flurstück auf dem hinter dem Kindergarten die Wohnbebauung stattfinden soll garnicht „Die Hobelheck“ ist, wie von der Stadt im BPlan vorgestellt. Unsere Meinung nach handelt es um das Flurstück „Die lange bremige Gewann“. Die Hobelheck wird wohl lediglich die neue Zufahrtstrasse sein. Details hier:

Flustücke laut Geodaten Online/Hessen Quelle: http://www.gds.hessen.de/

Flustücke laut Geodaten Online/Hessen
Quelle: http://www.gds.hessen.de/

Auf dem BPlan der Stadt ist aber von „Die Hobelheck“ die Rede, siehe BP140_Plankonzept_A3

Auch unser Schild „Historische Sportstätten Wallau“ war mit von der Partie :-)

BPlan7

   BPlan6

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