Bericht von HFBA Sondersitzung Okt2013

Man traf viele bekannte Gesichter aus Wallau auf der gestrigen Sondersitzung des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses HFBA zum Thema Ländcheshalle: Vertreter des TVW, des Vereinsrings, von Wanaloha, des Musikzuges, der Wählergemeinschaft, der SG und natürlich uns, die IG.

Frau Gisela Stang

Frau Stang

Neben den ständigen Mitgliedern des HFBA waren auch  die Vertreter des Magistrats Bürgermeisterin Stang,  der 1. Stadtrat Exner, sowie Baudezernent Winkler anwesend. In der ca. 90 minutigen Sitzung gab es vor allem 2 Hauptpunkte: Zum einen präsentierte Architekt Marcus Rominger den aktuellen Hallenentwurf, bevor dann der TVW in Person von Dr. Stingl die Position des TVs vorstellte.

Das Fazit der Sitzung: Reine Info-Veranstaltung für die Mitglieder des Ausschusses, relativ wenig Neuigkeiten für uns oder interessierte Gäste. Es wurde seitens der Mitglieder hauptsächlich konsumiert, ohne groß in Debatten oder konstruktive Gespräche zu verfallen. Am Ende wurde die Sitzung dann zum nächsten Treffen des HFBA vertagt und der Magistrat hat die ein oder andere Hausaufgabe erhalten. Alles in allem wenig Neues, aber zur Aufklärung der Mitglieder des HFBA durchaus wichtig für die spätere Erstellung einer Beschlussvorlage für die STVV.

Doch nun ein paar Details…

Der Hallenentwurf brachte keine neuen Erkenntnisse, hielt Rominger doch die gleiche Präsentation wie schon in der Sitzung des OBR vor einigen Wochen. In der anschliessende Fragerunde wurde klar, das dieser Entwurf den Mitgliedern des HFBA noch nicht bis in Detail geläufig war. Man gewann den Eindruck, das einige der Anwesenden diesen gar zum ersten Mal sahen.

Neues gab es dann allerdings in dem Vortrag von Dr. Stingl. Endlich legte der TVW darin die Karten auf den Tisch und betonte unter welchen BedingungenDaumen hoch und Voraussetzungen er bereist sei, eine Bauherrschaft und/oder die Eigentümerschaft am Neubau zu übernehmen. Ebenso neu war der Vorstoß einen möglichen Betrag der finanziellen Beteiliigung zu nennen. Vorbehaltlich natürlich, lässt sich dieser Betrag wahrscheinlich nur mit einer erheblichen Erhöhung der Mitgliedsbeiträge realiseren, die erst noch von der Mitgliederversammlung abgenickt werden müsste.

Diesen Vorstoß empfinden wir als äusserst positiv, hat doch der TV nun klar Position bezogen und das finanziell und operativ Machbare klargestellt. Auch hier kamen einige Fragen auf. Vor allem der Wallauer Stadtverordnete Christian Vogt aber auch Bodo Tadewald stellten viele, aus unser Sicht sehr förderliche Fragen. Eine davon war, ob man nicht eine Aufstellung anfertigen könne, die zeigt wieviel die Stadt bei anderen neugebauten Hallen finanziell beisteuerte, und dies absolut, relativ und vor allem pro Kopf jedes Vereinsmitgliedes. Der erste Stadtrat betonte das dies prinzipiell möglich sei, aber einige Zeit bedürfe.

Seltsam, denn eigentlich hat die Stadt alle dazu benötigten Infos bereits auf deren Stadtinformationssystem öffentlich zur verfügiung gestellt, und wir haben solche Zahlen schon lang vorliegen und können diese hier präsentieren.

Wir betonen ja schon lange die offensichtliche Ungerechtikeit Hofheims Wallau gegenüber, und diese Aufstellung, bzw. die Finanzierungsvarianten aus Anlage 16 der Vorlage 135/2103 bestätigen dieses nur einmal mehr.

Bevor wir nun die Tabelle veröffentlichen noch ein paar Hinweise. In Wallau soll die Halle nicht nur, wie in anderen Gemeinden vom Sportverein, sondern auch von allen anderen Vereinen genutzt werden, als Kulturhalle, was es in Wallau in der Form leider nicht gibt (Stichwort: Bürgerhaus). Berücksichtigen muss man aus unserer Sicht zudem das vor allem die Handballer und die Tischtennisabteilung des TV Wallau überregionalen Spitzensport betreiben und sportliche Aushängeschilder der Stadt Hofheim sind, vor allem die SG es auch schon immer war!

Die Berechnung erfolgte ausschließlich anhand folgender, von der Stadt veröffentlichen Dokumente:

Einzige Ausnahme bildet hierbei der angenommene Wert für den Erlös den Grundstücks der jetzigen Ländcheshalle. Der von der Stadt publizierte Wert von 1,5 Mio Euro erscheint uns hier als deutlich zu konservativ, von daher nehmen wir in allen Rechungen einen Erlös von 2,7 Mio Euro an. Wir setzen für das über 8.100m² große Grundstück in bester Wallauer Lage 400€/m² an (Bodenrichtwert liegt bei 370€/m²) und nehmen an, das sich das Grundstück auch komplett, also in einem Stück vermarkten lässt. Von daher entfallen etwaige Erschliessungskosten zu Lasten des Erlöses. Die Abrsisskosten schätzen wir auf 0,5 Mio Euro. Somit erhalten wir: 8000m² x 400€/m² – 500.000€ = 2,7 Mio Euro.

Die blau markierten Spalten betreffen den Neubau der LH, einmal inklusive der Sportplatzerneuerung, einmal exklusive. Zudem wird einmal der Erlös der LH von 2,7 Mio Euro von den Gesamtkosten abgezogen, und einmal, wie von der Stadt präferiert (auch Herr Exner betonte dies explizit auf der letzten OBR Sitzung), vom Anteil der Stadt abgezogen. Somit kommen wir zu 4 Rechenbeispielen für Wallau.

Die grün markierten Werte zeigen die Beteiligung pro TV Mitglied bei dem von der Stadt favorisierten Finanzierungsmodellen.  Bild Klicken für volle Ansicht.

Kostenbeteiligung Stadt Vergleich_faktisch

 

Anhand dieser Zahlen sieht man deutlich, wie sehr nach aktuellem Stand der TVW belastet werden soll. Die pro Kopf Investition seitens der Stadt zeigt zwar für Wallau auch teilweise sehr hohe Werte, man darf aber wie schon erwähnt nicht vergessen, das a) seit Jahren nicht mehr in die bestehenden Hallen oder generell in Wallau investiert wurde, das es sich b) auch um eine Art Bürgerhauserstatz bzw. Kulturhalle handelt, und c) noch mehr Kosten enstehen würden, könne man das LH Grundstück nicht verkaufen.

Wir sind nun gespannt wann die Stadt ihrerseits diese Zahlen präsentieren wird und ob man dort auf das gleiche Ergebniss kommen wird. Wir sehen ja aktuell bei der Bewertung der Erlöse aus dem LH Grundstück, das man leicht sehr weit auseinander liegen kann.

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