Reaktionen auf Vorlage Nr. 2013-135

In den letzten Tagen heiß disktutiert wurde die Vorlage Nr. 2013/135 der STVV vom 4.9.2013, siehe Details dazu weiter unten. Wir selbst haben dazu in einem offenen Brief Stellung bezogen. Gespickt mit allerlei unbeantworteter Fragen, unserer Sicht der Dinge und vor allem mit einem hohen Maß an Unverständnisses über die darin vorgestellten Finanzierungs-modelle haben wir dieses Schreiben an die Mitglieder der Hofheimer STV, speziell an die des HFB (Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuß) eingereicht. Aber nicht nur wir haben Stellung bezogen, sondern auch außerhalb der IG gab es einige Reaktionen.

Zu unserer ausführlichen Stellungnahme gelangt man hier: Stellungnahme IG

Einige Presseartikel dazu

Die Wallauerin Gabi Schuchardt macht in ihrem Leserbrief nicht nur ihre Meinung zur Vorlage deutlich, sondern auch die zur Berichterstattung, die einen bestimmten „Beigeschmack vermittele.

In seinem Leserbrief an das Höchster Kreisblatt macht das ehemalige IG-Mitglied Mario Kleber ebenfalls seinem Unmut Luft:

LH – Stadt stiehlt sich aus Ihrer Verantwortung

 

Die Vorlage zur Ländcheshalle finde ich sehr eigenartig. Da wird ein Status über Verhandlungen mit dem TVW gegeben und über viele dort aufgeführte Dinge wurde mit dem TVW noch gar nicht gesprochen.

Auch gibt es dort keinen Ausblick wie es weitergehen soll. Da kann man ja froh sein, dass FWG und CDU den Vorschlag gemacht haben die Vorlage in den Haupt- und Finanzausschuss zu überweisen, sonst wäre womöglich gar nichts passiert. Die Finanzierungsvarianten in der Vorlage stellen allerdings das traurigste Kapitel dar.

Der Verein muss sich beteiligen und Bauherr/Eigentümer der Halle werden, weil nur er kann Fördergelder generieren, die die Stadt nicht erhalten kann. So fing die Argumentation ursprünglich an.

Schaut man sich die Kalkulation der Hallenvariante 3 an, die die Hallenkapazität annähernd erhält, so sieht man dort rund 900.000 EUR Fördergelder. Allerdings sieht man dort auch weitere 2,8 Mio. EUR, die der TVW zusätzlich aufbringen soll. 2,8 Mio. EUR das entspricht bei 25 Jahren Laufzeit und 0% Zinsen einer jährliche Belastung von 112.000 EUR pro Jahr nur für den Schuldendienst. Da fragt man sich doch, ob die Verantwortlichen noch ihre Sinne beisammen haben, wenn ein gemeinnütziger auf Ehrenamt geführter Sportverein mit solchen Summen hantieren soll.

Die anderen Vereine in Hofheim sind auch alle Eigentümer der Hallenprojekte geworden, heisst es. Schaut man nach Lorsbach, Diedenbergen, Langenhain und Hofheim so fällt auf, dass alle Sportvereine dort Eigentümer der Hallen sind. Aber sind sie es geworden? Nein, sie waren es schon immer, da es sich bei diesen um den Neubau oder die Renovierung/Sanierung vereinseigener Hallen handelte.

Auffällig ist vielmehr, dass sich bei keinem dieser Bauprojekte die Eigentümerschaft änderte. In Wallau soll das anders sein. Hier leistete sich einst die Gemeinde Wallau eine Halle für ihre Bürger, weil sie es konnte und wollte. Diese Halle belebte dann das sportliche Leben beispielsweise mit dem unvergleichlichen Aufstieg der Handballer. Nun soll die Eigentümerschaft auf den TVW übergehen, weil die anderen Vereine ja Eigentümer sind. Interessant ist auch wie es sich mit der Handhabung von kreiseigenen Hallen verhält.

Schaut man sich mal die Schulturnhallen in Hofheim an, so stellt man fest, dass diese – so denn welche vorhanden sind – ausnahmslos dem Kreis gehören. Nirgendwo in Hofheim wurde einem Verein die Übernahme einer kreiseigenen Schulturnhalle aufgenötigt. Richtig ist, dass die Schulen teilweise vereinseigene Hallen nutzen, aber dies ist nur dort der Fall, wo es keine Schulturnhallen gibt.

In Hofheim gibt es in direkter Umgebung der „Brühlwiesenschule“ bald drei 3-Feldhallen. Diese gehören ausnahmslos dem Kreis und werden von den Vereinen in den Abendstunden genutzt. In Wallau soll das anders sein. Hier soll der TVW Eigentümer der Schulturnhalle werden. Wieso eigentlich werden für Wallau immer Sonderregelungen zum Nachteil erfunden?

Wie wäre es denn mit einer Sonderregelung zum Vorteil von Wallau nach dem Motto, Hofheim hat Wallau eingemeindet und dabei Rechte und Pflichten übernommen.

Die Rechte, wie hohe Steuereinnahmen werden gerne angenommen. Die Pflichten wie Verantwortung für die Halle werden gerne ausgelagert.
Ich finde das hochgradig ungerecht.

Gerechtigkeit ist ein gutes Stichwort. Unter diesem Deckmantel werden dem TVW ja gerne immer größere Belastungen zugemutet. Wie wäre es denn wenn man dem TVW mal das Modell Langenhain anbietet aus Gründen der Gleichbehandlung? Der Verein gibt das Grundstück und die Stadt zahlt Hallenbau und Unterhalt. Oder das Modell Lorsbach. Die Stadt zahlt 74% des Hallenbaus und von dem 26% Anteil des Vereins geht die Beteiligung des Kreises sowie die Fördergelder ab.

Sicher ist der Magistrat unzufrieden mit solchen Gedankenspielen, aber unzufrieden sind wir Wallauer mit dem Magistrat ja auch…

Mario Kleber

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