IG hinterfragt Planungen 28.04.2013

Kurz vor der Stichwahl am 28. April hat die IG nochmal beide Kandidaten Frau Stang und Herrn Exner angeschrieben und vor allem 2 Punkte aus den letzten erhaltenen Antworten und des Ergebnisse des Fragebogens herausgearbeitet. Sollten wir eine Antwort erhalten, welche wohl frühstens nach dem Entscheid im Wahlkampf zu erwarten ist, werden diese hier veröffentlichen.

Konkret geht es dabei um 2 Punkte:

1) Mangelnde Einbindung des Kreis in Gespräche

Dass der Kreis zu diesem Stadium, in dem ein schon relativ konkreter Vorentwurf der Halle vorliegt und bereits über Kürzungen des Raumangebotes gesprochen wird, nicht involviert ist wollten wir gar nicht glauben. Ebenso schleierhaft empfanden wir, dass es Lenkungsausschuß „Finanzen und Recht“ eben über Finanzen gesprochen wird, ohne dass der, neben Stadt und TV Wallau, dritte potentielle große Geldgebern (Vereins-Förderung und Anteil Schulsport) nicht an den Gesprächen beteiligt ist.

Das folgende haben wir dies bezüglich an beide Magistratsmitglieder eingereicht:

Wir haben beim Kreis, Herrn Kollmeier, nachgefragt und die Bestätigung erhalten, dass der Kreis bislang nicht zu den Gesprächen der Stadt mit dem TVW eingeladen war. Wir möchten Herrn Kollmeier mit folgender Aussage zitieren: „Wir haben in vielen Gesprächen zwischen Kreis- und Stadtverwaltung unsere Vorstellungen und die Eckzahlen bzw- bedingungen einfließen lassen und warten auf ein Signal bzw. Gesprächsergebnis der Verhandlungen zwischen der Stadt Hofheim und dem TV Wallau.“ Der Aussage von Herrn Kollmeier entnehmen wir, dass die Stadt grundsätzlich informiert ist über die relevanten Dinge im Bezug auf Anforderungen / Zusagen Kreis. Nun ist eine Situation entstanden, in der zumindest der TV Wallau verschieden Fragen in großer Runde diskutieren möchte.

Unabhängig davon, ob die Stadt dies als sinnvoll oder nicht erachtet, sollte man diesem Wunsch Rechnung tragen im Hinblick auf einen reibungslosen Fortgang der Gespräche. Wir möchten hier gerne auch noch auf die Situation mit der Betreuung verweisen, bei der sich bei einem gemeinsamen Ortstermin mit der Stadt, dem Kreis und Wallauern die Problematik der nicht ausreichend zur Verfügung gestellten Fläche für das eingeschossige Stellen von Containern an der Taunusblickschule noch im Rahmen des Ortstermins aufgeklärt hat.

2) Entkopplung Kunstrasen und Halle

Da sich aus unserer Sicht die Verhandlungen im Moment seht träge zeigen, richtige Fortschritte sind leider nicht zu erkennen, ist es für uns sehr fraglich, ob es tatsächlich bereits auf der Stadtverordnetenversammlung Anfang September zu einer finalen Abstimmung kommen wird und dadurch in absehbarer Zeit mit dem Bau der Halle begonnen werden kann. Da laut unseren Informationen die neue Kunstrasenplatz inklusive der neuen Laufbahn sowohl von finanzieller als auch von planerischer Seite in trockenen Tüchern zu sein schient, fragen wir uns, warum nicht nicht zumindest hier mal ein Zeichen gesetzt und mit dem Bau begonnen wird. Jetzt, wo man ja anhand des Erst-Entwurfes eventuell die  ungefähren Zu-Wege zur späteren Halle planen und damit abschätzen könnte, wo genau die Bagger und LKWs rollen werden, sollte man aus unserer Sicht diese Entkopplung neu bewerten.

Konkret haben sehen wir folgende Punkte, welche wir ebenfalls an die beiden Stichwahl-Kandidaten einreichten:

Wir möchten Sie bitten noch einmal abzuwägen, ob eine Trennung der Projekte Hallenneubau und Kunstrasenplatz nicht doch sinnvoller wäre. Wir halten die Argumentation, auf Grund derer die beiden Projekte verknüpft werden nur für eine potentielle Unannehmlichkeit, aber nicht für ein K.O. Kriterium. Vor allem nicht, wenn man die Vorteile einer Trennung dem gegenüberstellt.
Aus unserer Sicht gibt es eine Reihe an Vorteilen:

Emotional
Viele Wallauer teilen unsere Sicht, dass in Wallau Dinge auf die lange Bank geschoben werden (Halle, Sportplatz, Betreuung). Durch einen Baubeginn des Sportplatzes könnte die Stadt zeigen, dass dem nicht so ist.

Politisch / Verwaltung
Die „Baustelle“ Sportplatz wäre damit schon mal geschlossen und kein Politiker und auch kein Mitarbeiter aus der Verwaltung müsste sich mit dem Thema mehr auseinandersetzen insofern er nicht an der tatsächliche Umsetzung
mitarbeitet.

Fördergelder
Das Land Hessen bewilligt pro Jahr nur eine Fördermassnahme im Main-Taunus-Kreis (laut einer Auskunft, die wir vom Kreis erhalten haben). D.h. eine zu enge Verzahnung von Halle und Sportplatz wird dazu führen, dass es Schwierigkeiten geben wird innerhalb eines kurzen Zeitraums zweimal Fördergelder
des Landes zu generieren.

Sportlich
Die Abteilung Fußball des TV Wallau wird von einer zügigen Umsetzung 
der Kunstrasenoffensive sehr profitieren. Derzeit leidet diese nicht nur unter dem Status Quo, sondern auch unter der Ungewissheit wie und wann es weitergehen wird.

Baulich
Wir hoffen sehr, dass die Baustellenzufahrt nicht über das Gelände des Sportplatzes erfolgen wird, da Fahrzeuge, wenn sie das Fußballervereinsheim mfahren auf jeden (!!!) Fall über die Laufbahn des Sportplatzes fahren müssten. Außerdem würde diese Zufahrt den Sportplatz von den Umkleiden abschneiden, d.h. die Nutzung des Sportplatzes wäre erheblich beeinträchtigt. Ohne dass wir uns in der Einrichtung von Baustellen auskennen, halten wir eine Zufahrt über den Parkplatz der Taunusblickschule bei gleichzeitigem Verlegen des Eingangs der Taunusblickschule auf die Rückseite für die deutlich bessere Lösung. Das ist auch eine Sache in unserem eigenen Interesse, da die Mehrzahl von uns bei Baubeginn selbst Kinder in der Taunusblickschule haben wird.

Planerisch
Bei der Entkopplung werden auch die Kosten entkoppelt. Damit wäre ein Kostenbauteil aus der Planung der großen Lösung entfernt, bzw. genau beziffert. Nachfolgend würde es dem TVW auch leichter fallen, seine Beteiligungsmöglichkeiten dann für die Ländcheshalle (Generierung Fördergelder & Eigenbeteiligung) besser einschätzen und kalkulieren zu können.

Warten wir ab, ob wir darauf eine Antwort erhalten. Bisher muss man sagen, das trotz des wahrscheinlich zeitraubenden Wahlkampfes Frau Stang und Herr Exner uns immer bereitwillig und auch meist zeitnah geantwortet haben. Hoffentlich auch noch nach der Wahl-Entscheidung …

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