Offener Brief der IG an STVV 13.2.2013

In einem offenen Brief an alle Hofheimer Stadtverordneten STV haben wir noch einmal ausdrücklich unsere Position und unsere Sicht der Dinge klargestellt. Dies war aus unserer Sicht zwingend notwendig, da es gerade wieder bei der letzten Stadtverordnetenversammlung STVV augenscheinlich wurde, das offensichtlich doch nicht alle STV zum Thema „Ländcheshalle“ gut und ausreichend informiert sind. Wir sind der Meinung, jeder STV sollte genau wissen für was er in diesem Fall die Hand hebt – und zu welchem Zeitpunkt!

Dies haben ja die insg. 7 Fragen der Grünen bei der letzten STVV nochmal unterstrichen: selbst innerhalb der größten Hofheimer Fraktion sind noch viele Punkte offen!

Einige davon, wollten wir mit dem offenen Brief zumindest aus unserer Sicht klären. Uns ist durchaus bewusst, das wir uns mit den Beispielen und Kalkulationen am Ende des Briefes im spekulativen Bereich befinden. Jedoch kann man bei einiger Überlegung fest stellen, das die Zahlen zumindest die Richtung der Dimensionen aufzeigt, die am Ende wohl Fakt sein werden.

Hier geht’s zum kompletten Anschreiben:  Anschreiben_StVV_20130212

Einige Presseartikel sind bereits veröffentlicht:

Jetzt noch unsere zugehörige Pressemitteilung, der wir auch den kompletten offenen Brief mit angehängt hatten:

Offener Brief an die Hofheimer STVV – Die IG WfW stellt ihre Position dar

Nachdem auf der Hofheimer Stadtverordnetenversammlung am 6. Februar eine hitzige Debatte zum Thema Ländcheshalle entbrannt ist und viele Fragen zum Thema Finanzen offen geblieben sind hat die IG Wallauer für Wallau sich mit einem offenen Brief an die Hofheimer Stadtverordneten gewandt. Darin erläutert die IG ihre Sicht der Dinge zum Thema Hallenkapazität. Neben der Zusammenfassung ihrer Position befasst die IG sich in ihrem Schreiben schwerpunktmäßig mit dem Thema Hallenfinanzierung.

In der Stadtverordnetenversammlung am 6. Februar hat Frau Bürgermeisterin Stang darauf hingewiesen, dass der TV Wallau sich wie alle anderen Hofheimer Vereine finanziell an der Finanzierung von Sportstätten beteiligen müsse. Dabei wurden auch Vergleiche zur Kunstrasenoffensive in anderen Stadtteilen gezogen. Allerdings wurde hier der Eindruck erweckt als ob sich der TV Wallau bislang nicht an Investitionen in die Sportanlagen in Wallau finanziell beteiligen würde. Diesen Sachverhalt stellt die IG klar und bring die Fakten auf den Tisch. Für den Kunstrasenplatz in Wallau hat der TV Wallau bereits vor einiger Zeit eine feste Zusage gegeben knapp 600.000 € an Finanzierungskosten zu übernehmen.

Hierbei plant der TV Wallau die Hälfte der Summe über Fördermittel zu generieren und die andere Hälfte selbst zu tragen. Bei dem geplanten Hallenneubau soll sich der TV Wallau nun erneut beteiligen. Zahlen wurden bislang von keiner der Parteien genannt, aber das tut die IG in ihrem Schreiben an die Stadtverordneten mit Hilfe einer Modellrechnung, die zeigt wie sich die Belastungen über die beteiligten Parteien verteilen werden. So wird vorgerechnet, dass die Stadt für einen Basislösung kein Geld in die Hand nehmen muss.

Bei angenommenen Gesamtkosten von 4 Mio. EUR verbleiben nach Abzug des Erlöses für den Grundstückverkauf der Ländcheshalle und nach Abzug der Beteiligung des Kreises gerade mal 330.000 EUR an Investitionen. Diese wiederum können dann von der zu erwartenden Grunderwerbssteuer bezahlt werden.

Diese „Kosten“ der Stadt Hofheim sind fix auch bei einer erweiterten Lösung, da sämtliche Erweiterungen komplett vom TV Wallau durch Eigenleistung und Fördergelder zu tragen sind. So käme bei angenommenen Gesamtkosten von 6,5 Mio. EUR für eine Lösung, die die Hallenkapazität erhält, und angenommenen Kosten von 4. Mio. EUR für die Basislösung Kosten von 2,5 Mio. EUR auf den TV Wallau zu. Davon werden im besten Fall 850.000 EUR über Fördergelder zu erzielen wären, d.h. eine Belastung von 1,65 Mio. EUR über die Fördergelder hinaus wäre vom TV Wallau zu erbringen!!!

Wie gesagt, die Stadt kommt bei dieser Finanzierung ohne echte Investition aus. Der TV Wallau dagegen muss neben den knapp 600.000 EUR für den Sportplatz noch 2,5 Mio. EUR für die Halle aufbringen. Das addiert ich auf mehr als 3 Mio. EUR. Zur Erinnerung, in Wallau soll kein Schloss Neuschwanstein errichtet werden, sondern lediglich die heutige Kapazität erhalten werden. Dass sich da in Wallau Widerstand regt dürfte nun wirklich keinen mehr verwundern. Die viel beschworene Gerechtigkeit innerhalb Hofheims bedeutet aus Wallauer Sicht also eine weitere Nullinvestition in Wallau bei gleichzeitiger Steuerverschwendung in anderen Bereichen, siehe beispielsweise Hotel Rosenberg und Zuschüsse Parken.

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